Ausgetüftelt: Philipp Csernalabics und Cathrin Heumann (von links) vom Startup Neohelden haben eine Zukunftskonferenz für Startups, Großkonzerne, Wissenschaftler und Studierende ins Leben gerufen.
Ausgetüftelt: Philipp Csernalabics und Cathrin Heumann (von links) vom Startup Neohelden haben eine Zukunftskonferenz für Startups, Großkonzerne, Wissenschaftler und Studierende ins Leben gerufen. | Foto: Sandbiller

Garagenfirmen treffen Konzerne

Konferenz „Zukunftstüftler“ bringt Start-ups in Karlsruhe zusammen

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In der eigenen Garage tüfteln wie seinerzeit Apple-Gründer Steve Jobs muss heute in Karlsruhe niemand mehr. Für digitale Geschäftsideen und aufstrebende Start-ups gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte, Mentoring- und Förderprogramme. Doch wie werden aus zukunftsweisenden Ideen reale, massentaugliche Technologien? Die Premiere der Konferenz „Zukunftstüftler“ bietet am Mittwoch, 18. September, eine Plattform, auf der Start-ups, Konzerne, Wissenschaftler und Studierende gemeinsam rund um die digitale Transformation Kontakte knüpfen, Ideen entwickeln und Lösungen erarbeiten können.

Ins Leben gerufen hat die Konferenz nicht etwa ein Großunternehmen oder ein Wirtschaftsverband. Das Karlsruher Start-up Neohelden, das im Gründerzentrum Technologiefabrik sitzt, steckt hinter der Idee.

„Die Technologiefabrik veranstaltet einen jährlichen BBQ-Abend, an dem sich alle Start-ups in geselliger Runde austauschen“, erzählt Projektleiterin Cathrin Heumann, bei den Neohelden für Personalmanagement und Events verantwortlich.

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600 Anmeldungen liegen bisher vor

Durch den Kontakt der Neohelden zur Innovationsplattform „Start-up Autobahn“, hinter der der Stuttgarter Daimler-Konzern steht, entstand die Idee, das Ganze etwas größer aufzuziehen. „Es ist jetzt deutlich größer geworden“, sagt Heumann. Schon jetzt liegen rund 600 Anmeldungen für die Konferenz vor, Kapazität habe man für bis zu 1.000 Teilnehmer.

Stuttgart und Karlsruhe sollen näher zusammenrücken

Ziel der Konferenz „Zukunftstüftler“ ist es, Synergien zu erzielen. Der Fokus liegt im produktiven und zukunftsgerichteten Austausch von Unternehmen, Start-ups und Wissenschaftlern. „Daimler will in Karlsruhe bekannter werden, die Technologiefabrik möchte noch mehr Start-ups kennenlernen“, erklärt Philipp Csernalabics, einer der drei Neohelden-Gründer.

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Konferenz für Wissenschaftler und Studenten

So sollen Stuttgart und Karlsruhe näher zusammenrücken, die Mobilitätsunternehmen mit Start-ups und zukunftsweisenden Technologien in Kontakt kommen. Deshalb spricht die Konferenz ausdrücklich auch Wissenschaftler und Studierende an. „Aus diesem Grund haben wir uns auch dazu entschlossen, die Ticketpreise so niedrig wie möglich zu halten. Es soll eine Konferenz von Start-ups für Start-ups sein, bei der das Netzwerken im Vordergrund steht.“

Für Wissenschaftler und Studierende ist die Teilnahme kostenlos, Start-ups zahlen zehn Euro pro Kopf, Unternehmen bekommen ein Ticket für 35 Euro – Getränke und Essen von verschiedenen Grillständen im Hof der Technologiefabrik inklusive. Möglich wird das auch durch zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, die die „Zukunftstüftler“ unterstützen.

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Das Programm, bestehend aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen und unterschiedlichen interaktiven Formaten, findet von 11 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz vor und in der Technologiefabrik statt. Einlass ist bereits um 9.30 Uhr zum ersten Kennenlernen, zwischen 16 und 18 Uhr bleibt dann auch noch Zeit, den Tag locker ausklingen zu lassen.

Karlsruhe hat auch im überregionalen Vergleich viel zu zeigen.

Philipp Csernalabics, einer der drei Neohelden-Gründer

Im vielfältigen Programm stehen neben einem Impulsvortrag von Daimler und Kurzpräsentationen, bei denen Start-ups ihre Lösungen zu einer vorher gestellten Aufgabe vorstellen, viele Angebote rund um Künstliche Intelligenz.

Ein Stuttgarter Start-up präsentiert sich auf tänzerische Art beim Breakdance, zudem findet ein Science Slam statt, bei dem Wissenschaftler ihre Forschungsthemen präsentieren. Daneben geht es auch um Geschäftsmodelle und Fördermöglichkeiten – immer in Programm-Häppchen von 20 bis 30 Minuten. „So ist es interessant, aber auch kurzweilig“, sagt Heumann.

Die „Zukunftstüftler“ wollen keine Konkurrenzveranstaltung zu anderen Konferenzen in der Fächerstadt darstellen. „Es soll über Karlsruhe hinausgehen, auch in den Stuttgarter Raum“, sagt Philipp Csernalabics. „Karlsruhe hat auch im überregionalen Vergleich viel zu zeigen.“