KSC Fans HSV
Ein volles Wildparkstadion - wie hier beim Spiel des KSC gegen den HSV im Sommer 2019 - wird es gegen den VfB nicht geben. Nun können Fans des Karlsruher SC zumindest digital auf der Werbebande die Badener unterstützen. | Foto: Hora

Spiel steigt am 14. Juni

KSC-Fans können beim Derby gegen Stuttgart virtuell per Foto dabei sein

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Im Derby der Zweiten Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart setzt der Karlsruher SC auf virtuelle Unterstützung seiner Fans. Per digitalem Foto können die Anhänger der Badener dabei sein, wenn es um Punkte und Prestige im Wildparkstadion geht.

Der FC Bayern München ist für viele Fußballclubs das große Vorbild. Auch für den Karlsruher SC. Der abstiegsbedrohte Zweitligist hat sich nun eine Geisterspiel-Aktion des designierten deutschen Meisters zum nachahmenswerten Beispiel genommen.

Virtuelle Präsenz der Fans über die LED-Bande

Die Münchner setzen bei Heimspielen in Zeiten von Corona nicht wie Borussia Mönchengladbach auf Pappkameraden auf der Tribüne, sondern auf digitale Präsenz von Fans an der Seitenlinie. Wie die Anhänger des Rekordmeisters haben nun auch für das Derby gegen den Erzrivalen VfB Stuttgart am 14. Juni (13.30 Uhr) die Anhänger des KSC die Möglichkeit,  im leeren Wildparkstadion zumindest virtuell dabei zu sein – per Kopfbild auf der LED-Bande vor und während der Begegnung.

Mehr zum Thema: Derby-Aufarbeitung – die Geschehnisse beschäftigen nicht nur die Behörden

Zudem werden die Konterfeis auf einem Banner abgebildet. Und das Ganze für 18,94 Euro, die auch in der Summe die entgangenen Einnahmen durch ein ausverkauftes Haus natürlich nur marginal ersetzen können. Aber es geht bei dieser Maßnahme der KSC-Marketingabteilung neben dem finanziellen Aspekt auch und gerade um die emotionale und die psychologische Wirkung.

Sponsor stellt seine Werbefläche zur Verfügung

Möglich macht das Fanfoto-Vorhaben der KSC-Exklusivpartner Hettmannsperger Bohrgesellschaft. Das Unternehmen, das auch beim Millionen schweren Neubau des Wildparkstadions engagiert ist, verzichtet auf seinen normalen Werbebandenauftritt und gibt so den Platz frei für die Kopfbilder der KSC-Anhänger.

Firma gehört „Bündnis KSC“ an

Die Firma aus Ötigheim gehört auch zum „Bündnis KSC“ an. Dieser Kreis von zehn Unterstützern hat vor drei Wochen mit seinem Sechs-Millionen-Beitrag dafür gesorgt, dass die Insolvenz des klammen Clubs verhindert werden konnte und dass der bisherige Präsident Ingo Wellenreuther seinen Rücktritt erklärte. „Gerne unterstützen wir die Fanfoto-Aktion zum Derby gegen den VfB Stuttgart, indem wir auf unser normales Bandenbild verzichten. So haben Fans zumindest auf dem virtuellen Weg die Möglichkeit, beim Derby dabei zu sein“, erklärt Gerhard Breite, Geschäftsführer des Unternehmens, laut einer Pressemitteilung des Vereins.

Korrektur
In einer früheren Version des Artikels war die Rede von einem VIP-Unterstützer-Paket für Fans. Bei diesem handelt es sich aber um eine Aktion für die Partner des KSC, also in diesem Sinne nicht für alle Fans – deshalb ging das Angebot auch nur per Mail an die Partner. Für alle Fans gibt es dagegen für die Unterstützung des KSC die Unterstützertickets (Sitzplätze 10€, Stehplätze 1€). Auch hier gehen die 20 Prozent Erlöse direkt in soziale Projekte von „KSC TUT GUT.“