Bei der Versammlung am 15. Mai dürfen die Mitglieder über die Insolvenz abstimmen, nicht aber über andere Fragen.
Mit den Insolvenzplänen ihres Clubs setzen sich auch die Fans des Karlsruher SC auseinander. | Foto: GES

Offener Brief

KSC-Fans stärken Geschäfts­führer Becker den Rücken

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Im Zuge der Gedankenspiele des Clubs um eine mögliche Planinsolvenz haben die Fans des Karlsruher SC in einem offenen Brief an die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten appelliert, auf interne Streitigkeiten zu verzichten. Gleichzeitig stärkten sie dem KSC-Geschäftsführer Michael Becker den Rücken.

Man fordere alle handelnden Personen des KSC dazu auf, „persönliche Eitelkeiten und vor allem interne Machtkämpfe zu unterlassen und sich einzig und allein auf das Wohl unseres Karlsruher SC zu konzentrieren“, schrieben die Ultragruppierungen, die KSC-Fanclubs sowie der Dachverband der Anhänger, die Supporters.

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Weiter hieß es: „Wir vertrauen Michael Becker insbesondere auch in dieser schweren Zeit und erwarten dieses gleiche Verhalten von den durch die Mitglieder gewählten Gremien und insbesondere auch von der Vereinsführung.“

Weitere Beratungen mit Kanzlei Wellensiek in den kommenden Tagen

In der Frage, wie mit der wirtschaftlich prekären Lage umzugehen sei, hatte es clubintern offenbar Unstimmigkeiten gegeben. Präsident Ingo Wellenreuther hatte Becker öffentlich für dessen Forcierung der Insolvenzpläne gerügt, am Freitag dann aber einen Schulterschluss zwischen Beirat und Geschäftsführung verkündet.

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Der Club sieht sich durch die Corona-Krise, durch die der geplante Aktienverkauf ins Stocken geraten ist, finanziell mehr denn je unter Druck. Die Verantwortlichen wollen sich in den kommenden Tagen weiter mit der neu hinzugezogenen Anwaltskanzlei Wellensiek bezüglich der Insolvenzpläne beraten.