Daniel Gordon (l.) - hier im Luftkampf gegen den Lotter Gerrit Wegkamp - muss am Samstag aussetzen. | Foto: GES

Abschied von der Gegengerade

Taten statt Worte: KSC gegen Unterhaching in der Pflicht

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Kleinigkeiten machen den Unterschied in der Dritten Liga. Und vor allem Tore sind wichtig für einen Sieg, hatte KSC-Innenverteidiger Daniel Gordon nach dem 0:2 des Karlsruher SC gegen Wehen Wiesbaden erklärt.

14 Treffer haben die Badener in zwölf Rückrundenspielen erzielt. Allerdings resultierten daraus nur vier Siege. „Wir waren die erste Halbzeit die bessere Mannschaft. Da musst du aber auch das Tor machen, wenn du gewinnen willst“, hatte sich Coach Alois Schwartz nach der Pleite beim SV Wehen geärgert.
Speziell gegen Wiesbaden tat die mangelnde Torausbeute den Karlsruhern weh. Durch die Niederlage war der KSC auf Platz drei abgerutscht und wurde dadurch zum Jäger auf einen direkten Aufstiegsplatz.

Gordon gesperrt

Am Samstag (14 Uhr, live im SWR) kommt mit der Spielvereinigung Unterhaching nun der Zehnte in den Wildpark. Die Gäste haben 45 Tore geschossen, 34 kassiert – der KSC je zwei mehr. Seine Viererkette wird KSC-Coach Alois Schwartz aber nicht aus taktischen Gründen umbauen, sondern aufgrund der fünften gelben Karte von Innenverteidiger Gordon. Der 34-Jährige muss das Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Kobald als Innenverteidiger

Für Gordon wird Christoph Kobald neben David Pisot in die Viererkette rücken, Alexander Groiß wäre dann ein Kandidat im defensiven Mittelfeld neben Marvin Wanitzek. Eine andere Variante wäre es, Manuel Stiefler zurück auf die Sechs zu ziehen und Burak Camoglu auf die Außenposition zu stellen. Dieser belebte die Spiele nach seinen Einwechslungen zuletzt immer.
Welche Aufstellung Schwartz am Ende favorisiert, wird sich wohl erst am Samstag zeigen. „Wir tüfteln noch.“ Sicher ist, dass Ersatzkeeper Sven Müller weiter fehlen wird, auch Tim Kircher ist aktuell erkrankt.

In der Pflicht

Der KSC habe die bittere Niederlage analysiert und abgehakt, erklärte Schwartz bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel. Die Karlsruher sehen sich „in der Pflicht“.
Anton Fink wurde noch deutlicher: Dass das viele Reden ein Ende haben müsse, und vielmehr 90 Minuten auf dem Platz gezeigt werde, „dass wir das Spiel gewinnen wollen“.
Vor Unterhaching warnt der KSC-Coach. Die Gäste seien zwar nach dem Winter nicht mehr in die Spur gekommen, haben aber Qualität und hatten beim 0:0-Remis gegen Halle „viel Pech“. Auf was es ankomme für die Karlsruher? Der KSC solle 90 Minuten das auf den Rasen bekommen, was in Wiesbaden die ersten 45 Minuten geklappt hatte, erklärt Fink. Ob der Stürmer über die volle Distanz ran darf, wird sich zeigen. Gegen Wiesbaden musste er nach 62 Minuten für Saliou Sané weichen.

Abschied von Teil der Gegengerade

Den KSC-Fans ist ein Heimsieg aber noch aus einem anderen Grund besonders wichtig: Gegen Unterhaching werden ein letztes Mal die alten Fanblöcke auf der Gegengerade geöffnet sein. Bereits gegen Meppen beziehen sie die provisorische Tribüne. Daher ist nach dem Spiel gegen Unterhaching – nachdem alle Fans zunächst das Stadionrund verlassen haben – eine Abschiedsfeier im Block genehmigt.