Schweigender Fan-Protest

KSC-Geschäftsführung spricht sich gegen Montagsspiele aus

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Am kommenden Montag (19 Uhr) tritt der Karlsruher SC zum Drittliga-Spiel bei den Würzburger Kickers an. Ein Termin, der den Groll der KSC-Fans gegen den DFB weiter anwachsen lässt. So hat die zu jedem Auswärtsspiel fahrende Fan-Gruppierung Ultra1894 beschlossen, in Würzburg gegen die Anstoßzeit zu protestieren – schweigend.

„Kein organisierter Support bedeutet, dass wir das Spiel über keine Gesänge anstimmen werden, dass wir auf Fahnen aller Art verzichten und keine Vorsänger oder Trommeln zum Einsatz kommen. Das heißt aber nicht, dass es nach einer Torchance keine kurze Anfeuerung geben wird. Und natürlich werden wir auch Tore frenetisch bejubeln, sofern uns unsere Mannschaft welche beschert!“, erklären die Ultras auf ihrer Homepage.

Protestaktionen von Anhängern aus allen Profiligen hatten dazu geführt, dass die ungeliebten Montagsspiele in der Ersten und Zweiten Liga vom DFL nicht mehr ausgeschrieben werden. Der DFB, der für die Dritte Liga zuständig ist, hält bisher daran fest.

Auch bei den Verantwortlichen des KSC hat man Verständnis für den Ärger der Fans. „Auch in der Dritten Liga beim DFB gibt es Diskussionen“, erklärte Geschäftsführer Michael Becker, dass über eine Abschaffung gesprochen werde.

„Unser Standpunkt ist ganz klar, dass wir uns dagegen aussprechen werden“, sagte Becker den Fans beim Fan-Abend seine Unterstützung gegen die ungeliebte Spielansetzung zu.

Dass die KSC-Profis die Unterstützung auch am Montagabend benötige, wissen die Fans. „Uns ist natürlich bewusst, dass unsere Mannschaft in der aktuellen Situation gerade auswärts die Unterstützung braucht. Aber wir wollen und müssen unseren Beitrag leisten, damit die Zukunft aller aktiven Fußballfans eine bessere wird“, schildern die aktiven Fans ihre Beweggründe.