Die KSC-Fans fiebern seit Wochen dem Derby gegen Waldhof Mannheim entgegen.
Der Karlsruher SC hat das Pokalderby gegen Waldhof Mannheim gewonnen. (Archivbild) | Foto: GES

4:0-Erfolg im Wildpark

KSC gewinnt Pokalderby gegen Waldhof Mannheim

Der Karlsruher SC hat das Derby-Halbfinale im bfv-Rothaus-Pokal gegen Waldhof Mannheim mit 4:0 (1:0) gewonnen. Die Tore für die Hausherren erzielten Marvin Wanitzek (22. Minute), Marvin Pourié (66., 91.) und – sehenswert per Fallrückzieher – Fabian Schleusener (70.).

Die Polizei hatte enorme Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um Ausschreitungen zwischen den als verfeindet geltenden Fanlagern zu verhindern. Die Begegnung wurde als Hochrisikospiel eingestuft. So galt etwa rund um das Wildparkstadion ein Alkoholverkaufsverbot. Zum Umsetzen der Strategie waren rund um das Stadion etwa 1.000 Polizisten im Einsatz, Hunderte Absperrgitter wurden aufgebaut.

Wegen der Anreise der Fans wurde die Partie mit zehn Minuten Verspätung erst um 17.40 Uhr angepfiffen. Nach Angaben des KSC waren 14.264 Zuschauer im Wildparkstadion. Geleitet wurde die Begegnung von Schiedsrichter Tobias Fritsch aus Bruchsal.

Vereinzelte Ausschreitungen

Rund um das Spiel kam es zu einzelnen Ausschreitungen: Während des Karlsruher Fanmarsches wurden Bengalos gezündet, und ein Anhänger der Blau-Weißen schoss eine Signalrakete in Richtung eines Polizeihelikopters. „Das Leuchtfeuer stand recht lange in der Luft und hat fast die Höhe des Hubschraubers erreicht“, beschrieb der Karlsruher Polizeipressesprecher Frank Otruba die „durchaus gefährliche Situation“.

Am Hauptbahnhof warfen einige Waldhof-Anhänger Bierflaschen auf die Polizisten. Insgesamt wurden acht Beamte leicht verletzt und acht randalierende Fans – drei Karlsruher und fünf Mannheimer – in Polizeigewahrsam genommen.

Fans von Waldhof Mannheim müssen nach Spielende noch warten

Nach der Partie wurden die Fans der Mannheimer von der Karlsruher Polizei aufgefordert, aus Sicherheitsgründen noch 20 bis 30 Minuten im Gästebereich des Stadions zu bleiben.

Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen, etwa am Adenauerring, kam es im Raum Karlsruhe zu Verkehrsbehinderungen.

Im Finale des Pokals wartet der CfR Pforzheim auf den KSC. Falls der Favorit aus Karlsruhe das Endspiel gewinnen, die Dritte Liga aber besser als Rang fünf abschließen sollte, winkt dem Oberligisten aus der Goldstadt eine Teilnahme am DFB-Pokal (der Pforzheimer Kurier berichtete). Das Spiel findet am Pfingstmontag, 21. Mai, statt. Der Austragungsort wird noch festgelegt.

Für den Karlsruher SC steht bis dahin wieder der Aufstiegskampf in die Zweite Liga auf dem Programm. Am Montag gastiert die Schwartz-Elf beim FSV Zwickau.

unter Mitarbeit von Ekart Kinkel