KSC-Spieler jubeln nach dem Führungstreffer.
Der KSC jubelt über einen verdienten Sieg im Heimspiel gegen den Spitzenreiter Uerdingen. | Foto: GES

Beste Saisonleistung

KSC holt gegen Ligaprimus den ersten Heim-Dreier

Anzeige

Ausgerechnet Tabellenprimus der Dritten Liga KFC Uerdingen galt es für den Karlsruher SC zu schlagen, um den ersten Dreier im heimischen Wildpark zu holen. Erstklassig waren im Wildpark in jedem Fall die vielen Erstklässler, die vom KSC zum Spiel eingeladen worden waren. Dank einer sehr guten Leistung siegte der KSC verdient mit 2:0 (1:0).

Die erste Chance hatten die Karlsruher

Gleich zu Beginn war es der KSC, der nach Einwurf zur ersten Chance kam. Marvin Pourie legte die Kugel zu Marc Lorenz (1.), der den Schuss aufs Tor abgab, es aber knapp verfehlte. Pourie war für den verletzten Saliou Sané in den Kader gekommen. Auf Seiten der Gäste war es Oguzhan Kefkir (5.), der die Möglichkeit für Krefeld vergab, als er die Hereingabe direkt annehmen wollte, aber den Ball nicht traf.

Über 10 000 Zuschauer

Die Karlsruher Truppe startete sehr gut und setzte den Tabellenführer vor offiziell 10805 Zuschauern unter Druck. So kam Anton Fink (7.) per Kopf zur nächsten Möglichkeit und Krefeld war gewarnt. Fortan durften sie sich den Karlsruhern entgegen stellen. Die Abwehrreihe um Kevin Großkreutz war gefordert. So war es erneut Lorenz (20.), der Keeper Rene Vollath zum Eingreifen zwang, als er von der Strafraumkante abzog.

Hochkarätige Chancen in der 23. Minute

Die beste Chance des Spiels dagegen folgte nach Eckball in der 23. Spielminute. Lorenz brachte den Eckball in den Strafraum, der geklärte Ball flog zu David Pisot. Dessen Schuss konnte ein Uerdinger blocken, den Abpraller brachte Anton Fink gleich zwei Mal aufs Gäste-Tor. Beim zweiten Schuss jedoch war Vollath erneut zur Stelle. Der nächste Eckball kam zu Marvin Pourie, der wiederum seine Möglichkeit nicht nutzte.

Führung durch Standard

Die Führung des KSC hatte sich bereits angekündigt. Marvin Wanitzek (28.) brachte den Eckball zum völlig freistehenden David Pisot. Der KSC-Kapitän köpfte die Kugel zu Marvin Pourie, der Ball prallte von dessen Kopf ab auf Daniel Gordons Haupt und der nickte zum 1:0 für die Karlsruher ein. Die Wildpark-Kicker ließen nicht locker und wollten gleich nachlegen. Hinten stand man sicher.  Gefährlich werden ließen die Karlsruher ihre Gäste nicht mehr so schnell.

Uerdingen wurde erst in der 37. Minute gefährlich

Erst in der 37. Minute wurde der KFC gefährlich. Die Ecke von Jan Holldack wurde direkt vor die Füße von Kefkir geklärt, der an KSC-Kepper Benjamin Uphoff scheiterte. Der nächste Eckball kam zu Maurice Litka, der aufs Tor schoss, es aber verfehlte. So langsam war der Tabellenprimus aufgewacht. Dennoch hatten die Hausherren die besseren Möglichkeiten und Fink (45.) hätte seine Mannschaft zum Ende der Halbzeit beruhigter in die Kabine gehen lassen können. Er verpasste seine Möglichkeit aber.

Hochzufrieden: „Präsent und gut“

Die KSC-Fans unter den Zuschauern durfte hoch zufrieden sein. Lange hatte man auf solch einen Auftritt der Wildpark-Truppe warten müssen. Die gezeigte Leistung war die bisher beste in dieser Saison. So war man verdient in Führung gegangen und hatte die Erwartungen für die kommenden 45 Minuten hoch gesetzt. Hochzufrieden zeigte sich Sportdirektor Oliver Kreuzer in der Pause. Die Präsenz und die Zweikampfstärke lobte er und erwartete auch in der zweiten Halbzeit einen solch guten Auftritt von seiner Mannschaft.

Uerdingen zu schwach

In der Kabine muss Gäste-Coach Stefan Krämer deutliche Worte gefunden haben, denn die Krefelder drängten nun mehr. Stefan Aigner (46.) kam so gefährlich vor Uphoffs Tor und ließ die Fans aufhorchen. Aber auch auf der Gegenseite hieß es aufatmen, als Marvin Pourie (47.) an Vollath scheiterte.

Starker Gäst-Keeper

Eine hundertprozentige Chance  verhinderte Vollath: Marc Lorenz (54.) zog nach schnellem Angriff der Karlsruher ab und der Gäste-Torwart klärte. Zwei Minuten später verfehlte Lorenz das Tor haarscharf und Marvin Wanitzek (57.) ließ den Ball knapp über die Latte streifen. Das zweite Tor lag zu diesem Zeitpunkt in der Luft.

Das 2:0 lag in der Luft

Und es sollte fallen. Ein Ballverlust im Mittelfeld und Anton Fink spielte das Leder direkt in den Lauf von Marvin Pourie (61.), der an Vollath vorbei zum 2:0 einschob. Ein Lebenszeichen gab danach der eingewechselte Maximilian Beister für Uerdingen ab. Aber Gordon (64.) lenkte Beisters Schuss neben das Tor. Richtige Gefahr strahlten die Tabellenführer nicht aus. Die Karlsruher hatten ihre Gäste im Griff. Die hatten keine Ideen, um wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Die bisher ungeschlagenen Krefelder zeigten nicht im Ansatz, dass sie die Tabellenspitze innehaben. So holte sich der KSC den verdienten, ersten Heim-Dreier.

KSC-Trainer zufrieden

KSC-Trainer Alois Schwartz sagte nach Spielschluss im SWR-Fernsehen, dass der Spielzug zum 1:0 zuvor trainiert worden sei.“Endlich haben wir mal zu Hause was auf die Wiese gebracht“, erklärte der Coach nach dem ersten Heimsieg.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Stiefler, Lorenz, Fink (90. Hanek), Choi (73. Röser), Pourie (79. Camoglu).