Treffer zum 1:1-Ausgleich. Torschütze Marvin Wanitzek (KSC) verwandelt seinen Freistoß
Treffer zum 1:1-Ausgleich. Torschütze Marvin Wanitzek (KSC) verwandelt seinen Freistoß | Foto: GES

Gegenwind im Wildpark

KSC holt Punkt gegen Ligaschlusslicht Braunschweig

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Vor Beginn des letzten Drittliga-Heimspiels des Jahres präsentierten die KSC-Fans zunächst eine Stellenanzeige: „Die Gegengerade Karlsruhe sucht einen neuen KSC-Präsidenten“. Gegenwind bekam nicht nur Ingo Wellenreuther von den Fans, sondern auch die Profis des Karlsruher SC gegen Eintracht Braunschweig.

Den Weg zum Tor fand aber zunächst Schlusslicht Braunschweig und führte vor 13.841 Zuschauern 1:0 zur Pause. Die letzte Partie 2018 endete jedoch mit einem 1:1-Unentschieden.

Führung für die Gäste

Zunächst war es aber die Eintracht aus Braunschweig, die drängte. Zwar brachte nach fünf Minuten auch Burak Camoglu den Ball vors Tor, erfolgreich waren die Karlsruher aber nicht. Dann kam das Tor für die Gäste. Erneut waren die Gäste schnell vor dem Tor von KSC-Keeper Benjamin Uphoff (6.), der nach einem Missverständnis daneben griff. Der Ball landete im Tor.

Glück für den KSC

Die nächste Chance der Eintracht folgte nur wenige Minuten später. Christoffer Nyman (10.) lief dem KSC davon, traf aber nur das Außennetz. Glück für die Karlsruher.

Zwar sorgte Marc Lorenz (14.) mit seinem Freistoß direkt aufs Tor für die Chance der Badener. Keeper Marcel Engelhardt klärte.

Chancen für Braunschweig

Die Gäste standen gut und ließen die Karlsruher kaum zu Chancen kommen. Im Gegenzug waren aber wieder die Gäste am Drücker, scheiterten dann aber an Uphoff. Ärgerlich für die Truppe von Andre Schubert,  dass man nicht das zweite Tor machte.

So verpasste Stephan Fürstner (26.) das Tor und auch wenig später sollte es nicht klappen. Onur Bulut durfte ungehindert in den Strafraum flanken, wo Nyman (28.) völlig frei zum Kopfball kam aber David Pisot anköpfte. Das hätte das 2:0 sein müssen.

Standard-Chance

Zwar kämpften sich die Karlsruher vors Gäste-Tor, den Ball bekam man aber nicht über die Linie. Die siebte Ecke der Karlsruher nach 38 Minuten sollte zwar Gefahr mit sich bringen, immer bekam aber ein Braunschweiger den Fuß dazwischen. Die Gäste schalteten schnell um und war bei Angriffen der KSC schnell vor ihrem Tor.

Dann folgte wieder die Chance auf das 2:0. nach Ecke durfte Philipp Hofmann zum Kopfball kommen, verfehlte aber den Karlsruher Kasten. Auch Nummer acht und neun waren nicht gefährlich. Der Tabellenführer war nicht auf der Höhe.

Präsidenten-Kandidat vor Ort

In der Pause wurde klar, warum die Fans die Stellenanzeige auf ihrem Banner gezeigt hatten. Denn Rolf Dohmen war bei Telekom Sport im Interview. „Es war klar, dass es ein schweres Spiel wird“, erklärte KSC-Legende Dohmen. Aber: „Der KSC ist die bessere Mannschaft, aber auf Konter muss man aufpassen“, hoffte er auf eine erfolgreiche zweite Halbzeit auf dem schlechten Rasen.

Außerordentliche MGV geplant

Im Oktober 2019 will Dohmen als Präsident antreten. „Dieser Gedanke ist seit Jahren gereift, man muss nur den richtigen Moment abwarten es nach außen zu tragen. Vielleicht wird es Zeit für Veränderungen, aber ich möchte nichts Negatives über das aktuelle Präsidium sagen.“

2019 wolle er es schaffen, aber die kleine Hürde Mitgliedschaft müsse er noch überwinden. Drei Monate fehlen ihm. „Ich brauche 300 Mitglieder, die zustimmen für eine außerordentliche Mitgliederversammlung.“ Das Projekt gehe er im neuen Jahr an, wirft Dohmen seinen Hut in den Ring.

Ausgleich nach Standard

Seinen Hut warf nach Wiederanpfiff zunächst Marvin Wanitzek (50.) in den Ring. Mit seinem direkt verwandelten Freistoß ließ er dem Gäste-Keeper keine Chance und sorgte für das 1:1. Die Karlsruher waren nun besser im Spiel und Wanitzek (53.) gab dieses Mal aus dem Spiel heraus den Schuss aufs Tor ab.

Die Karlsruher waren nun besser im Spiel und ließen die Gäste nicht mehr so leicht kontern. Die Führung wiederum hatte der KSC auf dem Fuß. Manuel Stiefler (59.) zielte nach Hereingabe von Damian Roßbach jedoch zu hoch und auch Anton Fink (60.) köpfte über das Eintracht-Tor.

Chancenplus

Die Chance für die Gäste hätte Bulut (66.) einleiten können, seine Flanke aber rauschte an Nyman im Karlsruher Strafraum vorbei.

Dann jedoch folgte die Chance für den KSC. Wanitzek (70.) knallte den Ball an die Latte, den Abpraller parierte Engelhardt. Auch im Anschluss war der KSC näher am 2:1. Zwar parierte Uphoff (72.) den Schuss von David Sauerland, aber auch die anschließende Ecke war wenig gefährlich.

Sechs Minuten vor Spielende wechselte der KSC erstmals und brachte Martin Röser für Camoglu ins Spiel. Offensiv war aber zunächst Braunschweig am Zug, wenn auch nicht gefährlich. Aber auch die Hausherren spielten ihre Möglichkeiten nicht gut aus. So blieb es beim 1:1.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Stiefler, Lorenz, Wanitzek, Camoglu (84. Röser), Fink, Pourié.