Der Gegner des KSC in der Relegation ist Erzgebirge Aue.
Der Gegner des KSC in der Relegation ist Erzgebirge Aue. | Foto: Montage BNN

Einspruch Aues abgewiesen

KSC mit allen Mann

Der Karlsruher SC kann im Relegations-Hinspiel am Freitag gegen Erzgebirge Aue personell aus dem Vollen schöpfen und geht mit Zuversicht in die Duelle mit dem Zweitligisten. „Die ganze Mannschaft freut sich auf die zwei Begegnungen“, sagte Innenverteidiger Daniel Gordon am Mittwoch auf der Pressekonferenz des badischen Fußball-Drittligisten.

Cheftrainer Alois Schwartz stehen nach aktuellem Stand alle Spieler für die erste Partie im Wildparkstadion zur Verfügung. Unterdessen hat das Sportgericht den Einspruch Aues gegen das letzte Saisonspiel gegen Darmstadt zurückgewiesen.

Die in die Jahre gekommene Arena am Adenauerring ist ausverkauft – zumindest was die Heimfans geht. Die 24600 Tickets für die Heimfans sind längst weg, in Aue läuft der Vorverkauf noch. Der KSC rechnet mit 800 bis 1000 Fans aus dem Erzgebirge. „Volles Haus – das haben wir uns erarbeitet, darauf können wir stolz sein. Und so gehen wir das Spiel auch an“, erklärte Schwartz: „Wir haben eine sehr gute Runde gespielt und können daraus eine herausragende machen.“

Sportgericht weist Einspruch ab

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat unterdessen den Einspruch von FC Erzgebirge Aue gegen die Wertung des Zweitbundesligaspiels beim SV Darmstadt 98 am vergangenen Sonntag im Einzelrichterverfahren als unbegründet zurückgewiesen. Das Spiel hatten die Darmstädter mit 1:0 gewonnen.

Hans E. Lorenz, der als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts das Einzelrichterurteil fällte, sagt dazu in einer Mitteilung: „Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind als unanfechtbare Tatsachenentscheidungen zu werten. Zudem ist der Verdacht einer vorsätzlichen Spielmanipulation aus der Luft gegriffen und nicht ansatzweise nachgewiesen.“

Keine Auffälligkeiten auf dem Wettmarkt

Der vom DFB beauftragte unabhängige Dienstleister Sportradar hatte zuvor auf Anfrage mitgeteilt, dass nach Analyse des nationalen und internationalen Marktes keine Auffälligkeiten bei Wetten auf die Zweitligapartie festgestellt werden konnten.

Erzgebirge Aue hatte seinen Einspruch damit begründet, dass das Nicht-Anerkennen eines eigentlich regulären Tores der Gäste in der 4. Minute einen Regelverstoß des Schiedsrichters darstelle. Ferner dränge sich aus Sicht des Vereins zumindest der Verdacht einer Spielmanipulation auf, da der Unparteiische neben besagtem Treffer auch zwei Elfmeter für Aue nicht gegeben habe.

Statistik spricht für Erzgebirge Aue

Die nackten Zahlen sprechen für die Sachsen. Von 18 Vergleichen entschied Aue acht zu seinen Gunsten, fünfmal ging der KSC mit der vollen Punktausbeute vom Platz. Und die Relegation war in der jüngeren Vergangenheit auch nicht das Karlsruher Steckenpferd.

Der Stachel des Scheiterns gegen den HSV im Jahr 2015 sitzt immer noch tief. Drei Jahre zuvor war man an Regensburg gescheitert. Sportdirektor Oliver Kreuzer wollte aber keine Vergleiche ziehen. „Damals waren wir Zweitligist, hatten viel zu verlieren. Heute sind wir in einer anderen Position“, sagte Kreuzer: „Wir sind positiv gestimmt und freuen uns auf die Spiele.“

Vorbereitungen des KSC unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Torwart Dirk Orlishausen hat im Vorfeld der Relegation gegen Aue von einem Fluch gesprochen, der nun gebrochen werden soll. Die Nummer zwei des KSC war in beiden vorherigen Duellen dabei. „Ich habe dem Trainer angeboten, mich gar nicht aufzustellen, weil er so abergläubisch ist“, berichtete der 35-Jährige. Beim KSC haben am Dienstag die Vorbereitungen der Mannschaft für die Relegation unter Ausschluss der Öffentlichkeit begonnen.

Relegation wird live übertragen

Anstoß im Wildparkstadion ist am Freitag, 18. Mai, um 18.15 Uhr. Sowohl diese Begegnung als auch das Rückspiel am 22. Mai im Erzgebirgsstadion in Aue werden live im ZDF übertragen.

Public Viewing am Freitag in Gaststätten

Wer keine Tickets für die erste Partie bekommen hat – die Karten für KSC-Fans waren in kürzester Zeit ausverkauft –, kann das Spiel in Karlsruhe trotzdem mit einer größeren Anzahl an Fans schauen. Denn das Duell wird unter anderem im Vogelbräu, in der Marktlücke und im Lago-Bowlingcenter live übertragen.

Live-Ticker der BNN zum Spiel

Was passiert am Spielfeldrand? Wie läuft die Anreise der Fans ab? Wie ist die Stimmung beim Public Viewing in der Stadt? Bereits ab 15 Uhr berichten die BNN auf BNN.de im Live-Ticker mit mehreren Redakteuren vom ersten Relegationstag. Leser können mitfiebern und -diskutieren. Der Ticker freut sich auch auf die Spieleindrücke der Leser, samt Fotos vom heimischen Rudelschauen am Fernseher oder dem Live-Erlebnis vor Ort.