Umkämpftes Spiel: Alexander Groiß im Duell mit gegen Marc Endres.
Tim Kircher gab sein Startelfdebüt bei den KSC-Profis | Foto: GES

Sieglos aber nicht chancenlos

KSC muss sich mit torlosem Remis begnügen

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Minikrise beendet, allerdings nicht mit einem Sieg, hieß es beim Karlsruher SC nach dem 0:0 bei der Spielvereinigung Unterhaching. Defensiv gut, aber offensiv trotz guter Chancen ohne Durchschlagskraft verpasste man den Sieg. Mit diesem hätte sich der besser spielende KSC auf einen der oberen Plätze stellen können, durch das torlose Unentschieden jedoch rutschte man sogar etwas ab.

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer erklärte vor Anpfiff, dass man sich in dieser Liga keine „kleine Krise“ mit ein paar verlorenen Spielen erlauben dürfe. Die Niederlage gegen Wiesbaden sei abgehakt. „Das kollektive Versagen“ und die falsche Einstellung werde man nicht mehr sehen.

Dass es beim KSC keine Krise gibt, dafür sollten auch zwei neue Kräfte sorgen. Tim Kircher durfte gegen Unterhaching Dank der Gelbsperre von Damian Roßbach sein Startelfdebüt feiern, Alexander Groiß stand ebenfalls neu von Beginn an in der Startelf.

Guter Start

Das Regenwetter störte die zahlreich mitgereisten KSC-Anhänger nicht. Sie wollten einen kämpferischen und erfolgreichen Auftritt ihres Teams sehen. Dafür nahmen sie alles auf sich. Und sofort waren die Karlsruher da. Anton Fink legte auf Marvin Pourié (1.) ab, der knapp an Schlussmann Lukas Königshofer scheiterte. Dies sollte allerdings zunächst die beste Chance der Blau-Weißen bleiben.

Auch Unterhaching versuchte, gefährlich vors Karlsruher Tor zu kommen. Die Spieler tauchten im Strafraum auf, aber eine reelle Gefahr konnte man dies in den ersten fünf Minuten nicht nennen. Auch beim KSC ließen nach dem furiosen Start weitere zwingende Chancen auf sich warten.

Kaum Strafraumszenen

Erst in der neunten Spielminute durfte auch Benjamin Uphoff eingreifen. Markus Schwabl brachte den Ball in den Strafraum, dort jedoch war Uphoff schneller am Ball.

Die erste gute Möglichkeit für die Spielvereinigung hatte Stephan Hain (15.), der aus rund 15 Metern abzog und den Ball knapp an Uphoffs Tor vorbeisegeln ließ.

Hatten sich die Karlsruher Anhänger Hoffnungen gemacht, dass es so furios mit Chancen weiter ging, mussten sie lange auf weitere torgefährliche Aktionen warten. So flog Marvin Wanitzeks (20.) Schuss aus der Ferne am Tor vorbei. Die Defensiven machten den Gegnern das Leben schwer.

Chancen: Groiß per Kopf

Nach rund einer halben Stunde wurde der KSC dann wieder gefährlich. Nach zwei Eckbällen kam Groiß gleich zwei Mal per Kopf zum Zug. Hatte Schlussmann Königshofer die erste Chance verhindert, rettete das Aluminium vor der KSC-Führung.

Auch wenn Unterhaching immer wieder den Weg zum Karlsruher Tor suchte, die Abwehr stand gut. Jedoch gelang dem KSC auch nach vorne nichts Zwingendes, um die Führung zu erzielen.

Glück für den KSC

Erneut war es ein Standard, der Gefahr bringen sollte. Dieses Mal jedoch auf der Gegenseite. Sascha Bigalke (39.) schlug die Ecke direkt aufs Tor, wo Uphoff klärte. Im Anschluss kam Luca Marseiler an die Kugel, verfehlte jedoch das KSC-Tor. Wenig später rettete Daniel Gordon, als Bigalke nach Ballverlust des KSC alleine aufs Tor zulief. So hochprozentig wie die drei Möglichkeiten des KSC war jedoch keine Chance der Gastgeber.

Erst eine Minute vor der Pause hatte der KSC Glück. Uphoff verschätzte sich nach Hereingabe vor sein Tor, aber Finn Porath (45.) war zu überrascht, um daraus seinen Vorteil zu ziehen. Torlos ging es so in die Pause.

KSC besser im Spiel

Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte Unterhaching. Nach Foul von David Pisot erhielt Unterhaching einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Bigalke (49.) scheiterte aber an der Mauer. Es folgten zwei Ecken, die beide nicht erfolgreich waren.

Beschwerten sich die Unterhachinger noch über einen nicht gegebenen Freistoß, bekam diesen der Karlsruher Trupp. Was folgte war die Möglichkeit für den KSC, als Manuel Stiefler (52.) aus rund 15 Metern abzog, aber am Schlussmann der Hausherren scheiterte.

Die Karlsruher waren besser im Spiel und kamen gleich mehrfach zur Ecke. Ein Tor wollte daraus aber noch nicht folgen.

Pisot rettet

Aus einem Fehlpass der Gastgeber bekamen die Karlsruher die nächste Möglichkeit. Per Freistoß schoss Marc Lorenz (61.) die Kugel aufs Tor, Königshofer aber war zur Stelle.

Dann durfte sich der KSC bei seinem Kapitän bedanken. Die Karlsruher passten nicht auf und Hain wurde in letzter Sekunde von Pisot (72.) vom Ball getrennt, als er alleine aufs Tor zu lief.

Abseitstor und intensive Schlussminuten

Nach vorne sollte es aber weiterhin nicht gefährlich sein. Auch der Standard von Wanitzek (74.) flog am Tor vorbei. Und nach Flanke von Choi (76.) kam Stiefler zu spät.

Dann wurden die Karlsruher bitter enttäuscht: Es war alles ganz schnell gegangen und Marvin Wanitzek (79.) hatte für den KSC nach Einwurf getroffen – doch Choi hatte im Abseits gestanden und das Tor zählte nicht.

Der KSC warf nun alles ins Spiel. Die Mannschaft brannte darauf, den Sieg zu holen. Stiefler (83.) scheiterte jedoch an Winkler, Wanitzeks Schuss rollte am Tor vorbei und Pouriés (89.) Schuss wurde geblockt. An Möglichkeiten mangelte es nicht. Gordon (90.+1) fand mit seiner Hereingabe in den Strafraum aber ebenfalls keinen Abnehmer und erneut schoss Wanitzek (90.+3) die Kugel knapp vorbei.

Es wollte nicht mehr gelingen, den Siegtreffer zu erzielen. Die Belohnung für einen stärkeren Auftritt blieb aus. Dagegen musste Pisot (90.) noch einmal klären, als Winkler zum Schuss kam. So blieb am Ende nur ein Punkt.

KSC: Uphoff, Kircher, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Groiß, Stiefler, Lorenz, Fink (75. Choi), Pourié.