KSC-Mittelfeldspieler Manuel Stiefler

2. Bundesliga

KSC-Profi Stiefler vor Wiedersehen mit alten Sandhäuser Bekannten

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Am Freitag trifft der Karlsruher SC in der 2. Bundesliga auf den derzeit überraschend starken SV Sandhausen. Eine besondere Begegnung für KSC-Mittelfeldspieler Manuel Stiefler. Stiefler spielte fünf Jahre lang für die Sandhäuser – die Begegnung ist das erste Wiedersehen mit dem Ex-Club.

Alois Schwartz war am Dienstag zeitweise überhaupt nicht zufrieden mit dem, was ihm seine A-Elf mit den gelben Leibchen anbot. Der Unmut des KSC-Coachs war in jenen Momenten für Trainingsbesucher unüberhörbar. „Jedes Mal, wenn wir den Ball verlieren, haben wir ein Problem“, klagte er einmal lautstark, ein anderes Mal fehlte ihm „Spannung“. Um die Spieler des Karlsruher SC hierfür zu sensibilisieren, bleibt ihm nicht mehr viel Zeit: Schon an diesem Freitag (18.30 Uhr) erwartet der KSC den überraschend starken Tabellendritten SV Sandhausen.

Spezielles Spiel für Stiefler

Für Manuel Stiefler fühlt es sich „schon besonders“ an, mit dem KSC auf Sandhausen zu treffen. „Es ist das erste Mal seit ich von dort weg bin, nachdem ich fünf Jahre dort war“, sagt der Mittelfeldspieler. Auch wenn sich doch einiges am Hardtwald in der Zwischenzeit veränderte, so ließ sich die von ihm empfundene Besonderheit nicht leugnen. Denis Linsmayer sei „ein sehr, sehr guter Freund“ von ihm, „da zieht man sich vorher immer ein bisschen auf“.

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Stiefler wahrscheinlich in der Startelf

Stiefler darf damit rechnen, gegen seinen Ex-Club sein erstes Saisonspiel von Beginn an zu machen. Mit ihm plant Schwartz offenbar anstelle Burak Camoglus auf der rechten Seite. Mit Linksverteidiger Damian Roßbach dürfte nach dessen Außenbandriss nicht zu rechnen sein. Als Platzhalter für seinen am Mittwoch von Luxemburgs Nationalmannschaft zurückkehrenden Vertreter Dirk Carlson fungierte am Dienstag Marc Lorenz, wofür Lukas Grozurek den offensiven Part am Flügel übernahm.

Systemwechsel? Unwahrscheinlich

Mit dem Gedanken an einen weiteren Wechsel trägt sich der KSC-Trainer offenbar im Sturm. So muss Marvin Pourié seinen Platz neben Philipp Hofmann gegen Marco Djuricin verteidigen, der im Testspiel gegen den FC Metz (4:2) einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Dass Schwartz einen Systemschwenk hin zur Dreierkette vollzieht, wie er das im Sparring mit Frankreichs Erstligisten ausprobiert hatte, ist unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte er gegen den Tabellendritten das eingepflegte 4-4-2 oder ein 4-1-4-1 präferieren und vor allem auf die Kompaktheit der Mannschaftsteile wert legen.

„Ich bin gespannt, ob sie uns den Ball überlassen und abwarten“, sagt Stiefler zu den Erwartungen, wie der SVS die Partie beim zuletzt dreimal geschlagenen KSC angehen wird. „Ich denke, sie werden darauf lauern“, schätzt er. Denselben Ansatz könnte auch Schwartz verfolgen.

Am Dienstag fehlten weiter der verletzte Roßbach und auch Alexander Groiß. Marco Thiede hingegen hat seine jüngsten muskulären Probleme ausgestanden. An dessen Einsatz gegen den SVS, dessen Innenleben er so gut kennt wie Roßbach, Stiefler und Schwartz, bestanden keine Zweifel.