Aller guten Dinge sind vier | Foto: GES

Vorübergehend Tabellenführer

Es geht weiter: KSC siegt auch gegen Cottbus

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Zeit zum Jubeln: Das Karlsruher Sc hat gegen FC Energie Cottbus den nächsten Sieg in der Dritten Liga gefeiert und ist zumindest vorübergehend Tabellenführer. Vor rund 11.000 Zuschauern im Wildpark siegte der KSC mit 2:0.

Zwei Ziele hatte der Karlsruher SC im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus am Samstag. Zum einen wollte man den zweiten Heimsieg feiern, zum anderen sollte ein solch ansprechendes Fußball-Spiel gezeigt werden, sodass künftig wieder mehr Zuschauer den Weg in den Wildpark finden würden.

Am Ende stand  vor 10.814 offiziellen Zuschauern ein 2:0(1:0) -Sieg zu Buche. Ob dieser Sieg mehr Zuschauer bringen kann, wird sich zeigen.

Never change a winning team

Der zuletzt angeschlagene Saliou Sané kehrte zurück auf die Bank, Martin Röser musste weiter passen. Die Elf auf dem Platz war dagegen eingespielt: Erneut ging der KSC mit einem personell unveränderten Team an den Start – und kam gut in die Partie.

Die Hausherren setzten die Gäste unter Druck und kamen zur ersten Ecke. Wirklich gefährlich wurde man aber im Anschluss nicht.

Riesige Chance der Gäste

Dagegen hatte Cottbus nahezu aus dem Nichts die Chance auf die Führung und den KSC-Anhängern stockte der Atem. Die Karlsruher bekamen nach Freistoß den Ball nicht aus der Gefahrenzone, die Gäste aber zeigten sich zu ungenau. So brachten weder Fabian Graudenz noch Kevin Weidlich den Ball über die Linie. Entweder KSC-Keeper Benjamin Uphoff oder Verteidiger Damian Roßbach (7.) hatten den Fuß dazwischen, die Latte verhinderte das Gegentor oder man schloss überhastet ab.

Für Cottbus war dies ein Brustlöser und man lief weiter an. So kam Weidlich (15.) zur nächsten guten Möglichkeit. Nach schnellem Angriff scheiterte er an Uphoffs Parade.

Uphoff hat zu tun

Während der KSC nicht mehr in den gegnerischen Strafraum eindrang, gelang dies Cottbus umso leichter. in der 18. Minute flankte Graudenz zum einlaufenden Lars Bender (der den gleichen Namen trägt wie der Mittelfeldspieler von Bayer 04 Levekusen), der mit seinem Schuss knapp an Uphoff scheiterte. War der Karlsruher Keeper gegen Aalen kaum gefordert, so hatte er nun bereits in der Anfangsphase viel zu tun.

Bei den Karlsruhern dagegen häuften sich die Ungenauigkeiten.  Erst nach 24 Minuten kam man schnell und nicht ganz ungefährlich vors Tor. Gerade noch klärte Bender zur Ecke, die aber nichts einbrachte.

Torwart-Patzer und Führung

Marvin Pourie (25.) nutzte dann einen Patzer des Gästekeepers aus. Avdo Spahic kam raus, konnte Pourie aber nicht die Kugel vom Fuß nehmen. Marc Stein, der mit Pourie mitlief, brachte ebenfalls nicht den Fuß dazwischen, und so konnte der KSC-Stürmer ins leere Tor einschieben.

Im Anschluss kam Pourie gleich zwei Mal gut in den Strafraum, stand aber im Abseits.  Die Karlsruher waren offensiv nach der eher schwachen Anfangsphase nun hellwach. So folgte ein schöner Angriff, Pourie legte zu Anton Fink und dessen Hereingabe fand Marc Lorenz (33.) im Strafraum perfekt. Allerdings verhinderte Spahic den zweiten Treffer mit seiner Parade.

Chancen liegen gelassen

Kurz darauf vergaben Kyoung-Rok Choi und erneut Pourie ihre Chancen. Das Blatt hatte sich gewendet und das 2:0 lag in der Luft. Aber auch Daniel Gordon (36.) brachte die Kugel nach Eckball nicht über die Linie.

Auch fortan war es der Hausherr, der das Spielgeschehen weitestgehend bestimmte, aber das zweite Tor noch nicht erzielte.  So ging es mit der 1:0-Führung in die Pause.

Spitzenreiter

Nach dem Seitenwechsel war es erneut Spahic, der das Tor für den KSC verhinderte, als Manuel Stiefler (48.) aus guter Position zum Schuss kam. Besser machte es bald Anton Fink (55.). War er mit seinem ersten Schuss noch gescheitert, Spahic parierte, kam die Kugel zu Choi, der den Ball zurück auf Fink legte. Dessen Schuss saß zum 2:0 und die Fans riefen „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ – mit einem Sieg gegen Cottbus ist der Karlsruher SC zumindest zeitweise Tabellenführer der Liga.

Nun versuchte auch Cottbus alles und kam nach Eckball durch Lasse Schlüter zur richtig guten Möglichkeit. Uphoff (62.) klärte an die Innenkante der Latte, aber der Ball prallte nicht hinter die Torlinie ab. Aufgeben wollten sie nicht.

Cottbus wird stärker

Haarscharf dagegen flog Finks (66.) Schuss über die Latte des Cottbusser Tors. Damit hätte der Rekordtorschütze der Dritten Liga den Sack zumachen können

So hatten die Gäste noch die Hoffnung, das Spiel drehen zu können. Moritz Broschinski (68.) scheiterte aber am Fuß von Roßbach.

Tat sich in Sachen Offensive bei den Karlsruhern etwas weniger, gingen stattdessen die Fans im Block in die Offensive und sangen „Zeit, dass Ingo geht.“

Chancen liegen gelassen

Auf dem Rasen verwaltete man die Führung und versuchte die Gäste vom Tor fernzuhalten. Die letzten  Minuten wurde man dann sogar noch einmal gefährlich. Zuerst war Saliou Sané an Keeper Spahic gescheitert, kurz darauf wurde Chois Schuss zur Ecke geklärt. Diese entschärfte Keeper Spahic ebenso wie Chois Schuss in der 86. Spielminute. Die Null hätte dem KSC noch Lars Bender (89.) versauen können, als er kurz vor Abpiff gefährlich vor Uphoff auftauchte.

Auch Sané (90.) verzog auf der Gegenseite und vergab das 3:0.

Aber es blieb beim 2:0 für die Karlsruher. Als Tabellenführer geht der KSC nun in den Samstagabend, bereits morgen können die Osnabrücker den Karlsruhern die Tabellenspitze wieder abknöpfen.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Stiefler (90.+1 Kircher), Lorenz, Fink (75. Groiss), Choi, Pourie (72. Sané).