Kleine Patienten in der Kinderklinik hatten Besuch vom KSC: von links Peter Schmittenbecher, Markus Miller, Daniel Gordon und Uwe Spetzger mit Maskottchen. | Foto: Donecker

Profis besuchen Patienten

KSC-Stars sorgen auf der Karlsruher Kinderchirurgie-Station für leuchtende Augen

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Mehrere Fußballprofis vom Karlsruher SC haben der Kinderchirurgie-Station des Städtischen Klinikums Karlsruhe einen Besuch abgestattet. Gemeinsam mit KSC-Maskottchen Willi Wildpark brachten sie die jungen Patienten auf fröhliche Gedanken.

Als der kleine Nicolas auf der Kinderchirurgie-Station des Städtischen Klinikums KSC-Maskottchen Willi Wildpark erspäht, rennt er auf die mannsgroße Plüschfigur zu und gibt ihr die Hand. „Guten Tag“, sagt der Kleine höflich und strahlt trotz seiner verpflasterten Kopfwunde, die er sich beim „Herunterpurzeln in den Keller“ zugezogen hat. Schmerzen und Sorgen sind beim Anblick des KSC-Maskottchens gleich vergessen.

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Stolze Junior-Autogrammjäger

Auch die Zweitliga-KSC-Fußballer Daniel Gordon, David Pisot und Marc Lorenz sowie der Torwarttrainer Markus Miller lassen am Montag die Augen der kleinen Patienten leuchten. Autogramme auf Trikots, Handyhüllen und Autogrammkarten, Schoko-Nikoläuse, kleine Fußbälle, Händeschütteln und Torwandschießen mit den Profis begeistern Groß und Klein.

Wenn man zu Weihnachten im Krankenhaus liegen muss, ist das nicht leicht. Da ist es schön, den Kindern so eine Freude zu machen.

KSC-Fußballer David Pisot

„Wir können sie mit solchen Kleinigkeiten zum Lächeln und mal eine Stunde lang auf andere Gedanken bringen“, sagt Lorenz und freut sich über die Reaktionen der Kinder. Pisot ergänzt: „Wenn man zu Weihnachten im Krankenhaus liegen muss, ist das nicht leicht. Da ist es schön, den Kindern so eine Freude zu machen.“

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Ins Schwitzen bringen die kleinen Patienten ihn dann auch noch, als er im Torwandschießen als Torhüter gegen sechs kleine Fußballer antreten muss, die nahezu zeitgleich Bälle auf ihn schießen. Für den frisch operierten Marcel sind die Autogrammkarten und das Händeschütteln das Größte. Im Stadion war er noch nie, erzählt er. Aber die Selfies mit den Spielern seien eigentlich viel besser.

Weitere Besuche sollen folgen

Interimsgeschäftsführer und Klinikdirektor Professor Uwe Spetzger hatte beim KSC angefragt, der Verein schnell zugesagt. Als Torwarttrainer Markus Miller 2008 im Spiel gegen Wolfsburg eine Kopfverletzung erlitt, war Spetzger als Spezialist für Gehirnchirurgie von der Tribüne gekommen und hatte ihn behandelt. Jetzt gehen der Torwarttrainer und Gordon noch gemeinsam mit Kinderchirurg Peter Schmittenbecher durch die Zimmer zu bettlägerigen Patienten. Der Aktion sollen noch weitere Besuche folgen.