Begehrte Ware: Die Tickets für das Heimspiel des KSC in der Relegation.
Begehrte Ware: Die Tickets für das Heimspiel des KSC in der Relegation. | Foto: Rastätter

Relegation bei Ebay

KSC-Tickets werden bereits teuer versteigert

Die Karten für das Relegations-Heimspiel des Karlsruher SC am kommenden Freitag waren kaum ausverkauft, da tauchten die ersten Tickets bereits zum Weiterverkauf zu überhöhten Preisen auf der Versteigerungsplattform Ebay und anderen Online-Börsen auf. Für drei Sitzplätze im LBS-Familienblock verlangt der private Verkäufer „redcup22“ beispielsweise 222 Euro.

Kaum gekauft, schon bei Ebay angeboten: Mit den KSC-Relegations-Tickets wird bereits gehandelt. | Foto: Screenshot BNN

Auch bei der Schweizer Ticket-Börse Viagogo wurden die „begehrten Tickets“ zu deutlich überhöhten Preisen feilgeboten. Stehplätze kosteten dort zwischen 48 und 61 Euro. Für Sitzplätze auf der Haupttribüne im Block C 1 verlangte Viagogo 125 Euro pro Ticket. Die Plattform tritt zwar wie ein offizielles Portal auf, vermittelt aber nur den eigentlichen Ticketverkauf.

Angebote auch auf Kleinanzeigenportal

Auch auf einem örtlichen Kleinanzeigenportal tauchten bereits die ersten Tickets zum Weiterverkauf auf. Den deutschen Proficlubs ist der Grau- bzw. Schwarzmarkt schon lange ein Dorn im Auge. Sie verweisen grundsätzlich darauf, dass dort gekaufte Tickets das Risiko beinhalten, gesperrt, gefälscht oder ungültig zu sein. Um den Schwarzmarkt aktiv zu bekämpfen, wurde für die Erstligisten ein offizieller Ticket-Zweitmarkt ins Leben gerufen, bei dem die Servicegebühr für den Ticket-Weiterverkauf nicht mehr als fünfzehn Prozent des Bestellwertes ausmachen darf. So bietet Borussia Dortmund beispielsweise seit März 2017 eine offizielle Ticket-Zweitmarkt-Plattform an. Auch der SC Freiburg hat ein entsprechendes Angebot.

KSC schaltet Kanzlei ein

Der KSC erklärte am Abend, gegen den Weiterverkauf der Tickets vorzugehen. „Zusammen mit der Kanzlei Schütz Rechtsanwälte aus Karlsruhe werden wir die ermittelten Verstöße auch rechtlich verfolgen und gegebenenfalls vertraglich vorgesehene Sanktionen verhängen“, hieß es in einer Mitteilung.