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Djuricin fällt länger aus

KSC-Trainer Eichner arbeitet am ersten Sieg: „Die Mannschaft braucht gottverdammt ein Tor“

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Eine Premiere steht für den neuen KSC-Cheftrainer Christian Eichner am Sonntag (13.30 Uhr) an, wenn die beiden Zweitligaaufsteiger Karlsruher SC und VfL Osnabrück im Wildparkstadion aufeinander treffen. Eichner, der sein Heimspiel-Debüt als Cheftrainer absolviert, würde auch gern erstmals drei Punkte verantworten.

Auch für die Mannschaft, die aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz des Bundesliga-Unterhauses steht, wäre dies in 2020 eine Premiere und die drei Punkte für die abstiegsbedrohten Karlsruher wären immens wichtig. Am 29. November vergangenen Jahres feierte der KSC seinen letzten Sieg (4:1 gegen Jahn Regensburg).

„Extrem mutige Mannschaft“

Dennoch verspüre er persönlich weniger Druck, als „große Freude“ vor der Mannschaft stehen zu dürfen, sagt Eichner. „Wir müssen versuchen, die drei Punkte in Karlsruhe zu belassen. Vergangenes Wochenende habe ich eine extrem mutige Mannschaft gesehen. Ich erwarte, dass sie mit dem gleichen Mut, der Leidenschaft und der Mentalität ins Spiel geht. Das ist die Basis“, fordert Eichner.

Um jedoch einen Sieg einfahren zu können, muss der KSC in 2020 auch endlich sein erstes Zweitliga-Tor erzielen. Das wäre ein „verdammt wichtiges Tor“, erklärte Alexander Groiß auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Das erste Tor wäre ein „Dosenöffner“, hofft Groiß, dass der KSC dann mit breiterer Brust auftreten könne.

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„Mit irgendeinem Körperteil“

„Das alles Entscheidende ist, die Mannschaft braucht gottverdammt ein Tor“, hofft auch Cheftrainer Eichner. Dabei sei ihm völlig gleich, ob das der Mannschaft auf die Füße oder auf den Kopf falle. „Ich bin guter Dinge, dass wir mit irgendeinem Körperteil – ohne dass sich der Kölner Keller meldet – in Führung gehen“, lautet Eichners Ziel: drei Punkte bleiben im Wildpark.

Am Sonntag nun sind die drei Punkte machbar gegen den Mitaufsteiger. So ist ein Sieg auch das erklärte Ziel der Badener und der KSC-Fans unter den Zuschauern – 10.506 Karten sind aktuell für die Partie verkauft.

Sie sind sehr jung und sehr wild.

KSC-Trainer Eichner

Die auf Rang neun stehenden Gäste warten ebenfalls noch auf einen Erfolg in 2020. Das Team von Daniel Thioune hat jedoch mit 27 erspielten Zählern eine weit bessere Ausgangslage als der KSC.

„Ich empfinde Osnabrück als einen sehr sympathischen Club mit einem Trainer, den ich als extrem spannend einschätze“, warnt Eichner aber auch vor der „extrem gefährlichen Mannschaft“. „Sie sind sehr jung und sehr wild.“

Er und Zlatan Bajramovic werden das Team genauestens vorbereiten und „versuchen drei Punkte in Karlsruhe zu halten – auf unsere ureigene Weise“.

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Djuricin verletzt

Eichner und seinem Ko-Trainer Bajramovic fehlt neben den verletzten Kyoung-Rok Choi und Janis Hanek, dem rotgesperrten Damian Roßbach auch Marco Djurcin (Knie). Rund einen Monat wird er dem KSC wohl fehlen. „Für Marco tut es mir besonders leid“, bedauert KSC-Coach Eichner. Denn Djuricin habe Schwung aufgenommen und sei für ihn ein „absoluter Startelf-Kandidat“.

Christoph Kobald hat sich ebenfalls gegen den HSV weit nach vorne gespielt. Wer die Innenverteidigung besetzen wird, lässt Eichner noch offen. Alle drei Spieler könnten spielen oder zwei. „ich will den Gegner nicht nur vor Aufgaben stellen mit dem Spielplan sondern auch, dass er gucken muss, mit welchem Personal er zurechtkommen muss.“

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Zwei Stürmer?

Auch Änis Ben-Hatira könnte dabei von Beginn an eine Rolle spielen. Auch sind für Eichner zwei Stürmer eine mögliche Spielvariante. „Zuhause sind zwei Stürmer immer eine Option für mich“, sagt er. Er müsse aber schauen, wie dies zum Gegner passe. Die richtige Mischung aus offensiv und defensiv mache es aus, weiß Eichner.