Die Vorzeichen für das vorletzte reguläre Zweitligaspiel des KSC in dieser Saison am Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr) sind klar. | Foto: Hora

Endspurt in der Zweiten Liga

KSC-Trainer Eichner will gegen Arminia Bielefeld nicht „ins offene Messer laufen“

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 Die Vorzeichen für das vorletzte reguläre Zweitligaspiel des KSC in dieser Saison am Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr, Liveticker auf bnn.de) sind klar. Gegen den Tabellenprimus und Aufsteiger DSC Arminia Bielefeld muss der abstiegsbedrohte Liga-16. Karlsruher SC möglichst drei Punkte holen, um den Relegationsplatz zu halten oder auf den direkten Nichtabstiegsplatz zu springen.

64 Punkte hat Bielefeld, während der KSC gerade auf 33 Zähler kommt. 14 Spiele in Folge sind die Bielefelder nun ungeschlagen und wollen mit 16 in die Pause gehen.

KSC darf nicht auf Feierlaune bei Arminia Bielefeld hoffen

Auf einen mit Feierlaune anreisenden künftigen Bundesligisten braucht der KSC dabei allerdings nicht zu hoffen. Denn Arminen-Coach Uwe Neuhaus hatte nach dem feststehenden Aufstieg ins Oberhaus klargemacht, dass seine Mannschaft „nichts abschenken“ werde und die Saison anständig zu Ende bringen wolle.

Es wird eine ähnlich ambitionierte Aufgabe wie am vergangenen Sonntag.

Christian Eichner, KSC-Trainer, zum Spiel gegen Bielefeld

Dass Bielefeld sicherlich kein einfacher Gegner ist, weiß der KSC. „Ich glaube wir treffen am Sonntag nicht nur tabellarisch, sondern auch mannschaftlich auf die beste Mannschaft der Zweiten Liga, die nicht nur völlig zu Recht aufsteigt, sondern zum Schluss auch die Schale in der Hand halten wird“, erklärte Trainer Christian Eichner auf der virtuellen Pressekonferenz. „Es wird eine ähnlich ambitionierte Aufgabe wie am vergangenen Sonntag.“

Gegen Regensburg fehlte laut Eichner „Gier und Galligkeit“

Die Aufgabe gegen den VfB hatte seine Mannschaft mit Bravour gelöst, am Mittwoch in Regensburg aber verloren. Aus der Niederlage in Regensburg nahm Eichner mit, dass seine Mannschaft „in Zweikämpfen nicht die Gier und Galligkeit gezeigt hatte, wie drei Tage davor gegen Stuttgart“.

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Das brauche der KSC aber gegen den Aufsteiger am kommenden Sonntag unbedingt, um wichtige Punkte zu holen.

Eichner will nicht „ins offene Messer laufen“

Ob für den Relegationsplatz oder den Nichtabstiegsplatz? Eichner stellt klar: „Ich würde alles dafür tun, um auf Platz 15 zu kommen. Aber wir müssen alles bewerten. Und ich bin auf gewisse Eventualitäten während des Spiels vorbereitet, sowohl was Platz 15 als auch 16 anbelangt. Wir müssen abwägen: Wie viel Risiko gehen wir für Platz 15, und wie viel Achtsamkeit haben wir mit Blick nach hinten?“

Der KSC könne nicht mit acht Stürmern starten und so „ins offene Messer laufen“. Denn bei den Arminen sieht Eichner eigentlich elf Feldspieler auf dem Rasen. Mit Keeper Stefan Ortega stehe ein sehr guter Fußballer auf dem Feld, der von seinen Vorderleuten „gerne mit eingebunden“ würde, und so Gefahr beim Gegner provoziere.

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KSC-Toptorschütze Hofmann ist „positiv gestimmt“

Toptorschütze Philipp Hofmann ist indes „positiv gestimmt“, dass der KSC am Sonntag ein „gutes Spiel mache und Bielefeld wehmachen könne“. Mit der nötigen Aggressivität könne der KSC die Gegner früh stören und unter Druck setzen. „Wenn wir so ins Spiel gehen, dann können wir auch Bielefeld schlagen.“

Während bei Bielefeld Ex-Karlsruher Reinhold Yabo gelbgesperrt fehlt, kann beim KSC nur Jannis Hanek (Kreuzbandriss) nicht mitwirken. Marco Djuricin soll wieder ins Training einsteigen und sei dann auch eine Option für den Kader, sagt Eichner.