Marvin Pourie traf auch gegen Meppen | Foto: GES

Das war knapp

KSC trifft dreifach in Meppen – Wanitzek ist gelbgesperrt

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Der Karlsruher SC (KSC) hat den SV Meppen beim Auswärtsspiel mit 3:2 geschlagen.

„Uns geht etwas die Effizienz ab“, hatte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer vor dem Spiel des Karlsruher SC beim SV Meppen die mangelnde Chancenverwertung der Badener beklagt. Am Samstagmittag ließ der KSC zwar beim Ligavorletzten in der Hänsch-Arena in Durchgang eins wenig anbrennen, musste aber um die drei Punkte beim 3:2 (3:0) -Sieg am Ende noch sehr zittern.

Muntere Anfangsphase

Unverändert zum Sieg gegen die Würzburger Kickers waren die Karlsruher auch in Meppen angetreten. Vergangene Saison hatte der KSC 0:2 beim SV verloren. Dieses Mal sollte es mit einem Dreier klappen, hofften die Karlsruher.

Der KSC war gut gestartet, zwingende Chancen gab es aber in den ersten Minuten noch nicht. Marvin Wanitzek (6.) brachte das Leder dann erstmals aufs Tor, Schlussmann Domaschke jedoch war zur Stelle.

Beklagen konnten sich die Zuschauer nicht. Sie bekamen eine muntere Anfangsphase zu sehen. Auf der Gegenseite musste Kapitän David Pisot (9.) klärend ran, als die Hausherren einen schnellen Angriff starteten und Nick Proschwitz zum Schuss kam.

Tor durch Pourie

Beide Mannschaften kämpften leidenschaftlich. So kam Nico Granatowski (17.) wenig später erneut gut zum Kopfball vorm KSC-Tor. Uphoff aber war zur Stelle.

Nach 22 Minuten dann war es Marvin Pourie, der eine Unachtsamkeit der Gastgeber eiskalt ausnutzte. Wanitzek hatte den langen Ball von Pisot auf Anton Fink verlängert. Der steckte durch zu Pourie und der Stürmer der Karlsruher legte zum 1:0 auf. Die Meppener mühten sich ab, kamen aber nicht wirklich gefährlich vors KSC-Tor. Zu unkonzentriert traten sie auf.

Wanitzeks Freistoß-Tor

Vielmehr luden sie den KSC zur nächsten Chance nach Foul ein. Das zweite Tor deutete sich dann bereits an, als Wanitzek (30.) sich die Kugel zum Freistoß vorletzte und ihn unhaltbar in die Maschen schoss.

Wenig später hätte sogar das dritte Tor fallen können. Nach Ecke durch Wanitzek, scheiterte Daniel Gordon per Kopf aber an Keeper Domaschke. Der hielt das Leder zwar nicht fest, ausnutzen konnten es die Karlsruher jedoch nicht.

Auch Lorenz trifft

Nachtrauern war aber nicht angesagt. Marc Lorenz (37.) war nicht zu halten und schob nach Pass von Anton Fink zum 3:0 ein.

Kurz vor der Pause wurde es dann vor dem KSC-Tor gefährlich. Granatowski (45.) zog ab, Uphoff wollte den Ball wegfausten, das Leder flog aber fast in den eigenen Kasten. Dennoch: geklärt zur Ecke.

Meppen kommt

In den ersten Minuten nach der pause drängte Meppen und kam gleich zur riesigen Chance. Nach Eckball kamen gleich zwei Meppener per Kopf an die Kugel, konnten die Chance aber zum Glück für den KSC nicht nutzen. Es mangelte an der Genauigkeit für Meppen.

Den ersten Schuss aufs SV-Tor gab Wanitzek erst in der 59. Minute ab. Die Karlsruher ließen vielmehr den SV kommen und verwalteten ihre klare Führung. Kurz darauf schoss Manuel Stiefler (62.) die Kugel in Domaschkes Arme.

Nur Domaschke auf der Höhe

Die Karlsruher waren nun wieder in der Partie drin und versuchten den Sack zuzumachen. Domaschke aber rettete kurz darauf vor Daniel Gordon (68.) der nahezu ungehindert zum Schuss kam. Meppen machte es dem KSC viel zu leicht.

Lediglich der Meppener Schlussmann war anwesend, während seine zehn Vorderleute sich als wenig profitauglich erwiesen. So scheiterte auch Pourie (70.) an Schlussmann Domaschke.

Dann jedoch sorgte Nick Proschwitz (74.) dafür, dass die Meppen-Fans aufwachten. Mit der besten Chance der Gastgeber scheiterte er aber an Keeper Uphoff. Die Meppener drängten nun, waren aber glücklos.

Zwei SV-Tore in zwei Minuten

Die Gastgeber drängten weiter und dann gab es die Chance per Handelfmeter. Marco Thiede bekam die Kugel im Strafraum an die Hand und Proschwitz (80.) schoss zum 3:1 ein.

Dann jedoch wurde es für die KSC-Fans gleich erneut bitter. Denn kaum war wieder angepfiffen, durfte Meppen vors Tor und Marius Kleinsorge (82.) schoss das 3:2. Die Karlsruher waren noch nicht im Spiel und ließen ihn völlig freistehend zum Schuss kommen.

Nun war Meppen on fire und wollte den Ausgleich erzielen. Sie warfen nun alles auf den Rasen und die KSC-Fans bekamen leichte Sorgenfalten, dass nicht womöglich der Ausgleich fallen würde.

Und der sollte fast fallen. Proschwitz verpasste nach Eckball per Kopf das Tor. Auf der Gegenseite war es dann Domaschke, der die Chance seiner Mannschaft auf den Punkt weiter hielt.

Sperre für Wanitzek

Dafür rauften sich Meppen in der 89. Minute die Haare, als stark spielende Hausherren erneut durch Undav knapp scheiterten.

So konnten die Karlsruher am Ende froh sein, die drei Punkte mitzunehmen.

Durch den Sieg klettert der KSC auf Platz drei. Dennoch, bitter für den KSC: Wanitzek holte sich seine fünfte Karte ab und fehlt im Spiel gegen 1860 München.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Groiß, Stiefler (73. Choi), Lorenz, Fink (79. Röser), Pourié (90. Sané).