Auf dem Betze sollte ein Prestigesieg her | Foto: GES

Harmloses Südwest-Derby

KSC und Kaiserslautern trennen sich torlos

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Das Drittligaderby des Karlsruher SC gegen den 1. FC Kaiserslautern war für beide Teams immens wichtig – Verlieren verboten. Sowohl der KSC als auch der FCK hatten in Sachen Pokal-Klatsche etwas gut zu machen bei ihren Anhängern. Am Ende sahen die 27.343 Zuschauer auf dem Betzenberg aber ein torloses Derby.

Wie erwartet hatte KSC-Coach Alois Schwartz Anton Fink in die Startelf gebracht. Mit dieser Änderung erhoffte er sich, mehr offensiven Schwung ins Spiel zu bringen.

Die erste Torannäherung des FCK folgte nach fünf Minuten, Timmy Thiele wurde aber ebenso wenig gefährlich wie auf der Gegenseite Marvin Pourie.

Muntere Partie

Mehr Druck kam von den Hausherren, die allerdings noch im letzten Drittel zu ungenau agierten. In der 10. Spielminute leitete Anton Fink die erste richtig gute Chance des KSC ein. Sein Pass fand Marvin Pourie, der im Strafraum  an Keeper Jan-Ole Sievers scheiterte.

Dann jedoch waren es wieder die Roten Teufel, die Druck ausübten. Schön und schnell herausgespielt, flog die Kugel zu Christoph Hemlein, dessen Schuss Benjamin Uphoff gerade noch parieren konnte. Pourie entschärfte dagegen wenig später den Freistoß von Florian Dick.

Die Badener standen weiter unter Druck und waren defensiv gefragt. Nach vorne fehlte bei den Karlsruhern noch die Abstimmung.

Glück kam dann bald hinzu. Ein schneller Angriff und Lukas Spalvis (19.) nahm den Pass von Hemlein schlecht an und schlug ihn über das KSC-Tor.

KSC wird gefährlich

Aus dem Spiel heraus tat sich nach vorne noch wenig. Die Möglichkeit für die Karlsruher kam per Freistoß. Marvin Wanitzek (24.) scheiterte aber an der Mauer.

Während Kaiserslautern in der Abwehr zusehends unachtsamer wurde , kamen die Karlsruher besser zum Tor. Sie versuchten die Fehlpässe und einfachen Ballverluste der Gastgeber auszunutzen.

So kam Martin Röser (32.) zu seiner Möglichkeit. Der FCK verteidigte zu schlecht, die Kugel kam zu Röser, der freistehend abziehen konnte. Sievers klärte zur Ecke, die aber keine Torgefahr brachte.

Wenig später bereits tauchten die Badener erneut gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf. Pourie (33.) brachte den Ball in den Strafraum, legte zurück zu Röser, der jedoch verpasste seine Möglichkeit.

Fehler Lauterns häufen sich

Während der FCK seine Chance per Freistoß ebenfalls nicht nutzen konnte, wurde Coach Schwartz von Guido Winkmann deutlich verwarnt und ein Platz auf der Tribüne angedroht.

Viel passte bei Lautern nicht zusammen. Ballverluste und Fehler häuften sich und luden den KSC ein, gefährlich zu werden. Die Karlsruher steigerten sich immer mehr, es fehlte aber der letzte Pass und vor allem ein Abstauber.

Wanitzek (42.) machte auf dem Rasen sportlich von sich reden, als er nach schnellem Angriff abzog und das Leder knapp am FCK-Tor vorbeischoss. Wenig später war es Kapitän David Pisot (44.), der nach erneutem Patzer der Gastgeber an den Ball kam und Keeper Sievers zum Eingreifen zwang. So ging das Südwestderby torlos in die Kabine.

Hin und her

„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, ich glaube beide Mannschaften haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Es ging hin und her“, analysierte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer Halbzeit eins und wusste, dass seine Mannschaft die letzten zehn Minuten mehr vom Spiel hatte.

Die KSC-Truppe hatte sich gute Möglichkeiten erspielt, es fehlte aber derjenige, der das Tor machte. Nach dem Seitenwechsel ging das Spiel zwar wieder in Richtung KSC-Tor, Angst mussten die Badener aber keine haben. Ungenau und fehlerhaft war das Spiel der Roten Teufel.

Erst nach Ecke war der FCK erstmals gefährlich. Dicks (52.) Eckball flog in den Strafraum, Uphoff rettete.

Nun war mehr Zug im Spiel der Hausherren, die per Standard ein ums andere Mal vors Tor kamen. Erneut war der Karlsruher Schlussmann gefragt, als Mad Winther Albaek abzog (56.) war er sicher zur Stelle.

Offensiv war dagegen wenig vom KSC zu sehen. Die Defensive beanspruchte volle Konzentration. Die Truppe von Michael Frontzeck war jedoch zu schwach und zu ungenau, um den Ball über die Linie zu bekommen. Wenn sie doch in die Nähe kamen, wie Jan Löhmannsröben (73.) war Uphoff zur Stelle.

Starke Phase

Dann war auch wieder die Zeit der Karlsruher gekommen. in der letzten Viertelstunde ging es wieder mehr voran. Perfekt reagierte auch Sievers, als Florent Muslija (75.) nach Ballverlust durch Dick flink vor dem Tor auftauchte und abzog. Mit einer Parade musste der FCK-Schlussmann zur Ecke retten. Bei Anton Finks Schuss (83.) musste er nicht eingreifen, der schoss die Kugel zu weit am FCK-Tor vorbei.

Auf der Gegenseite kamen die Hausherren zwar vors Tor,  entweder sie verloren die Kugel schnell wieder oder aber kamen nicht zum Abschluss. Sowohl defensiv als auch offensiv kam zu wenig von den Gastgebern, die Karlsruher wussten dies  jedoch auch nicht gewinnbringend auszunutzen.

In den drei Minuten Nachspielzeit rettete Sievers vor Justin Möbius‘ Schuss und hielt seinen Lauterern die Null. Und auch Uphoff rettete. Dann wurde es hitzig auf dem Platz. Die Rudelbildung vor der Ecke Lauterns brachte keine Strafen mit sich, aber auch kein Tor. So blieb es torlos.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek (90. +2 Groiss), Stiefler, Muslija, Fink, Röser (85. Möbius), Pourie (70. Batmaz).