Enttäuschung nach dem Gegentor zum 0:2 beim KSC, Marvin Pourie (KSC) lässtt den Kopf hängen, während Hannover im Hintergrund jubelt. | Foto: GES

Klares Erstrunden-Aus

KSC unterliegt Bundesligist Hannover im DFB-Pokal

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„Auf ihr Helden“, lautete eines der Banner der KSC-Fans im Fanblock, als ihr Drittligist Karlsruher SC im DFB-Pokal gegen Bundesligist Hannover 96 antrat. Zu Helden wurden die Karlsruher jedoch nicht. Der Bundesligist war für den Karlsruhern eine Nummer zu stark. In Runde eins flog der KSC erneut aus dem Pokal und verlor vor 12.234 Zuschauern mit 0:6 (0:3).

Die erste Möglichkeit hatte Ihlas Bebou (3.) nach Freistoß. Der Hannoveraner bekam den Ball aber lediglich an die Schulter, der Ball flog am Tor vorbei. Auch Waldemar Anton verfehlte kurz darauf nach erneutem Standard das Tor der Karlsruher.

In der 8. Minute hatte Takuma Asano zu lange gezögert, als er völlig frei stehend vor dem Karlsruher Tor den Ball vor die Füße bekam und vergab so die Chance.

Führung für den Bundesligisten

Immer wieder suchte der KSC seine Möglichkeit über lange Bälle auf Marvin Pourié. Der scheiterte aber an seinem Gegenspieler, als ihn der Pass nach schnellem Konter gut getroffen hatte. Auch Damian Roßbachs (14.) Flanke senkte sich bedenklich nah ans Hannoveraner Tor.

Auch KSC-Torhüter Benjamin Uphoff ließ seine Fans jubeln, als er zwei Schüsse auf sein Tor gut parierte. Beim Tor von Kevin Wimmer (17.) patzten sowohl er als auch seine Abwehr. Pirmin Schwegler war zum Freistoß angetreten, brachte den Ball perfekt zu Wimmer, der zu frei stehend einnicken konnte.

Der KSC igelte sich nicht hinten ein und so kam Florent Muslija auch zügig mit dem Leder am Fuß vors Tor der Gäste, Waldemar Anton (24.) schob gerade noch einen Fuß dazwischen, um den Ausgleich zu verhindern.

Hannover erhöht

Kyoung-Rok Choi (28.) scheiterte dagegen an Esser. Sein Schuss aufs Tor aber war auch zu schwach, um eine Gefahr zu sein.

Erfolgreich war jedoch Hannover 96. Bebou (31.) kam nach langem Ball von Schwegler zu einfach in den Strafraum, David Pisot und Damian Roßbach kamen nicht mit ihm zurecht und Bebou schob zum 2:0 ein.

Während Asano (35.) mit seinem Weitschuss die Chance auf das 3:0 auf dem Fuß hatte, versuchten die Karlsruher ihr Bestes, um gefährlich vors Tor zu kommen.

Dann sorgte Manuel Stiefler (40.) für das dritte Tor der Gäste. Mit seinem Foul an Asano im Strafraum, entschied Bastian Dankert auf Strafstoß, den Niklas Füllkrug mustergültig zum 3:0 verwandelte.

Nach vorne versuchten es die Karlsruher zwar, aber im letzten Drittel fehlte es an der Genauigkeit. So ging es mit dem 0:3-Rückstand in die Pause.

…und dann steht es 0:4

Die erste Möglichkeit nach Wiederanfpiff hätte Muslija einleiten können, passte allerdings ins Leere. Der Gegenangriff über Linton Maina brachte den Ball schnell vors Tor, wo Füllkrug (48.) lauerte, aber an Gordon scheiterte.

Wenig später war es die Fahne des Linienrichters, die das Gegentor verhinderte, das wenig später fallen sollte. Asano (51.) tanzte Pisot aus und traf unhaltbar für Uphoff unter Beteiligung des Pfostens zum 4:0.

Dann ließ jedoch Marvin Wanitzek (58.) die KSC-Fans wieder aufschauen, als er aufs Tor zielte und Esser zur Ecke klären musste.

Uphoff angeschlagen?

KSC-Trainer Alois Schwartz versuchte es mit einem Doppelwechsel. Anton Fink und Janis Hanek kamen. Fink leitete auch die nächste Möglichkeit ein. Sein Pass zu Roßbach brachte die nächste Ecke ein, die aber verpuffte.

In der 73. Spielminute durchfuhr die KSC-Fans ein großer Schock, als Bebou mit Uphoff zusammenprallte und sich am Knie verletzte. Nach kurzer Behandlung ging es jedoch weiter für ihn. Er humpelte zwar noch etwas, aber machte keine Anzeichen, ausgewechselt werden zu müssen.

Stattdessen kam Malik Batmaz zu seinem Einsatz und hatte sofort seinen Ballkontakt vor dem Hannover-Tor. Esser jedoch war zur Stelle. Die Karlsruher rannten an, wollten immerhin den Ehrentreffer erzielen.

Und man versuchte es weiter: Batmaz (80.) tankte sich durch bis vor das Gästetor und passte zu Muslija, der die Kugel aber wieder verlor, bevor er zum Abschluss kam. Kurz darauf war es Anton Fink (81.), der einen Weitschuss abgab und das Tor knapp verfehlte.

Das fünfte sollte jedoch bald fallen. Bebou legte nach langem Ball zu Bobby Wood, dessen pass zu Hendrik Weydandt saß. Weydandt (86.) schob zum 5:0 ein. Zu leicht hatte sich Hannover durch den Strafraum kombinieren können.

Weydandt, der zuvor aus der Regionalliga gekommen war, sorgte dann zum Schlusspfiff für das sechste Gegentor. So verlor der KSC am Ende mit 0:6 und das nicht unverdient.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Stiefler, Muslija, Choi (62. Hanek), Pourié (78. Pourie), Sané (62. Fink).