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Nichts zu verlieren

KSC will beim HSV als „krasser Außenseiter“ die offensive Leichtigkeit finden

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„Es war extrem enttäuschend “, erklärte KSC-Kapitän David Pisot nach dem Ausscheiden des Zweitligisten Karlsruher SC im Pokal gegen Viertligist 1. FC Saarbrücken. Dass ausgerechnet er mit seinem verschossenen Elfmeter das Aus des KSC besiegelte, „hat mir auch sehr leid getan“, bedauerte er.

Letztlich hatte es der KSC nicht geschafft, die Partie in der regulären Spielzeit zu entscheiden. „Um ein Spiel vorher zu entscheiden musst du nicht nur 20 Mal aufs Tor schießen, sondern von diesen 20 Mal solltest du es schaffen, dass zumindest die Hälfte der Bälle aufs Tor geht, weil du dann die Wahrscheinlichkeit erhöhst, dass irgendeiner mal durchflutscht“, sagt Coach Christian Eichner. Immerhin habe man bereits einiges „umgesetzt, was das neue Trainerteam wollte“, sagt Pisot.

Die Leichtigkeit nach vorne

Der neue KSC-Coach Eichner vermisste beim Spiel gegen Saarbrücken „die Leichtigkeit nach vorne“.  „Mein Auftrag war für die Null zu kämpfen mit einer anderen Art von Fußball, nämlich höher zu attackieren, den Gegner weiter weg vom Tor zu halten und dann durch höhere Ballgewinne einen kürzeren Weg zum Tor zu haben. Das ist sicherlich etwas das auf der Strecke geblieben.“

Krasser Außenseiter hat nichts zu verlieren

Diesen Weg zum Tor will auch wieder KSC-Stürmer Philipp Hofmann finden – vielleicht sogar am Samstagmittag (Anpfiff 13 Uhr) beim Hamburger SV. „Jeder erwartet, dass wir da abgeschossen werden“, weiß Hofmann, dass der KSC „krasser Außenseiter“, gegen den Aufstiegsfavorit HSV ist.

„ Vielleicht tut uns das gut, um offen ins Spiel zu gehen. Vielleicht tun wir uns spielerisch leichter und trauen uns mehr zu“, hofft der Toptorschütze der Karlsruher, dass die Badener die Außenseiterrolle gut nutzen. Die Mannschaft müsse daran arbeiten, offensiv und defensiv wieder stabiler zu werden.

Zwei oder mehr Neue?

Wer dabei auf dem Platz stehen wird? Damian Roßbach (Rotsperre) und Daniel Gordon (fünfte gelbe) werden fehlen. Möglich, dass KSC-Coach Eichner mit einer Dreierkette verteidigen lässt. Für Gordon spielt Christoph Kobald, für Roßbach wird Dirk Carlson auflaufen.

Wer sonst noch spielen wird? Der KSC möchte den HSV vielleicht auch ein Stück weit überraschen. Wichtig sei für Eichner und Co-Trainer Zlatan Bajramovic, alle Spieler ins Boot zu nehmen, keinen aufs Abstellgleis zu stellen. Änis Ben-Hatira wird erstmals dem Kader angehören, Justin Möbius, Kyoung-Rok Choi, Jannis Hanek und Martin Röser fehlen.