Nach dem 1:1 in Jena hofft Fußball-Drittligist Karlsruher SC seine Ost-Tournee am Dienstag (19 Uhr) erfolgreich zu beenden. | Foto: KSC/GES

Kobald für Gordon

KSC will Ost-Tournee mit Sieg gegen Zwickau abschließen

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Na ja, irgendwie fühle es sich in der Tat an „wie ein Kurz-Trainingslager“, sagt KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff. Nur eben nicht mit der von derlei Anlässen her gewohnten Dichte an Übungseinheiten. Der Spieler- und Trainertross der Karlsruher war am Samstag nach dem 1:1 in Jena die kurze Strecke an den nächsten Spielort nach Zwickau weitergereist.

Dort wird der mit 21 Profis an Ort und Stelle vertretene Drittliga-Zweite an diesem Dienstag (19 Uhr) seine Ende Januar wegen Schneefällen ausgefallene Partie nachholen. Gewinnen die Badener, rücken sie bis auf einen Zähler an den VfL Osnabrück heran und distanzieren gleichzeitig die Verfolger aus Halle, Wiesbaden und Krefeld vor dem Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern auf fünf beziehungsweise sieben und acht Zähler.

Kobald für Gordon

Zwickau erwartet für den Vormittag wieder Schneefälle, und KSC-Kapitän David Pisot für den Abend beim von Joe Enochs trainierten Tabellen-15. FSV „ein ähnliches Spiel wie in Jena“. Personell freilich wird sich der Cheftrainer Alois Schwartz bei der Nominierung der KSC-Startelf auf zwei Abweichungen einlassen müssen. Christoph Kobald dürfte den nach seiner Gelb-Roten Karte in Jena gesperrten Daniel Gordon im Abwehrzentrum vertreten. Kobald hatte in Jena, wie Saliou Sané und Marin Sverko, nicht im Kader gestanden.

Deshalb hatte der defensiv variabler einsetzbare Alexander Groiß nach dem Feldverweis gegen Gordon ausgeholfen. Für den nach langer Verletzung zurückgekehrten Profi wäre die Rolle im Mittelfeld von Beginn an läuferisch aber vermutlich noch zu fordernd. So besitzt nach der fünften Gelben Karte, die Manuel Stiefler kassierte, Janis Hanek wohl beste Karten auf einen Einsatz von Beginn an. Die Alternative mit Kyoung-Rok Choi wäre die offensivere Option. „Ich habe mich weder auf der einen noch auf der anderen Position abschließend entschieden“, behauptete Schwartz am Montag vor der Abschlusseinheit.

Da man schon im Osten weilte, unternahm der KSC-Tross am Sonntag noch einen Abstecher an den Ort seines Relegationsscheiterns. In Aues Erzgebirgsstadion verfolgte man die 0:3-Schlappe des Zweitligisten FC Erzgebirge gegen den FC Ingolstadt.

KSC-Torwart Uphoff selbstkritisch nach 0:1 in Jena

Uphoff hatte zwischenzeitlich auch genügend Zeit, sein Verhalten beim 0:1 in Jena zu überprüfen. Wie Schwartz kam er zum Ergebnis, dass er zwar nicht gut aussah, aber eben in jener Szene nicht viel mehr hätte richtig machen können.

Einen Unterschied erwartet Uphoff in Zwickau. Weniger widrige, also windige Bedingungen. „Das war in der ersten Halbzeit extrem, da musstest du bei jedem lang getretenen Ball höllisch aufpassen“, sagte er. Und nach vorne lief man „wie gegen eine Wand“ an, klagte Schwartz, der die Zwickauer – Wind hin, Wind her – als Mannschaft erwartet, „die gut nach vorne spielen kann“