Anton Fink trifft in der zweiten Halbzeit per Elfmeter zum 1:1 | Foto: GES

Chance verpasst

KSC-Spiel in Zwickau: Zwei Gesichter, aber nur ein Punkt

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Der Karlsruher SC hat im Nachholspiel beim FSV Zwickau die Chance vertan, sich mehr Luft zum Relegationsplatz zu verschaffen: Nach einer schwachen ersten Halbzeit erkämpfte sich die Mannschaft in Hälfte Zwei noch ein Unentschieden.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit des KSC und dem verdienten Rückstand zeigte das Team in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht und glich per Strafstoß aus. So holt der KSC immerhin einen Punkt beim gerechten 1:1(0:1)-Unentschieden in Zwickau.

Auf zwei Positionen waren die Karlsruher zum Wechseln gezwungen worden: Für die gesperrten KSC-Profis Daniel Gordon und Manuel Stiefler spielte Christoph Kobald erstmals von Beginn an in der KSC-Innenverteidigung und Kyoung-Rok Choi auf der Sechser-Position.

Pfosten verhindert frühes Gegentor

Beide Teams starteten offensiv und die erste Chance in der temporeichen Anfangsphase ließ nicht lange auf sich warten: Der FSV, seit 59 Tagen ohne Treffer, hatte gleich in der 2. Spielminute die Chance zum Tor. Nach Eckball sprang Bryan Gaul hoch und köpfte zum Glück für den KSC den Ball an den Pfosten.

Auch die Karlsruher, die aufgrund der beiden verstorbenen Legenden Kurt Sommerlatt und Heinz Fütterer mit Trauerflor spielten, starteten immer wieder Versuche, sich vors Tor der Gastgeber zu spielen. Echte Torgefahr strahlte der KSC jedoch nicht aus. Erst der Freistoß durch Marvin Wanitzeks (13.), der nur knapp am Tor vorbeiflog, ließ die Gastgeber erstmals ins Schwitzen kommen.


Schnelle Konter

Zwar verlor die Partie nach einer Viertel Stunde etwas an Tempo, der KSC hatte sie jedoch weitestgehend im Griff und setzte die Zwickauer unter Druck. Wirklich gefährlich wurde man jedoch weiterhin nicht. Damian Roßbach (23.), Wanitzek (26.) und auch Choi (27.) zielten nicht genau genug.

Hatten die beiden Defensiven in der Partie bis dato ihre Sache richtig gut gemacht, kamen die Zwickauer nach KSC-Ecke in der 31. Minute zu einem schnellen Konter: Beim Schuss von Lion Lauberbach verhinderten KSC-Keeper Benjamin Uphoff und der Pfosten Schlimmeres.

Zwickau erarbeitet sich die Führung

Danach wurde Zwickau wacher und die Partie wieder schneller. So kam Lauberbach (37.) bald erneut zum Abschluss. Das Leder flog nach Ecke aber knapp am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite ackerte der KSC zwar vor dem Zwickauer Tor, biss sich aber die Zähne an der FSV-Abwehr aus.

Die Zwickauer waren es schließlich, die für ihre Mühen belohnt wurden: Mike Könnecke leitete den Treffer ein, brachte den Ball zu Morris Schröter, der einen scharfen Ball vors Tor schlug, wo Kevin Hoffmann stand und zum 1:0 einschob.

Verdienter Rückstand

Der KSC durfte sich über den Rückstand zur Pause nicht beklagen. Zu wenig war offensiv bislang gelungen. „Das haben wir uns ganz anders vorgestellt“, erklärte Daniel Gordon in der Pause, und kündigte an, „hoffentlich ein anderes Gesicht“ in Durchgang Zwei zu zeigen.

Das präsentierten die Karlsruher auch nach Wiederanpfiff. Nachdem Schlussmann Uphoff dafür sorgte, dass der KSC nicht weiter in Rückstand geriet, kam auch der KSC gleich zu zwei Chancen. So sorgte Marvin Pourie (51.) für die erste gefährliche Aktion der Badener. Auch hier verhinderte der Pfosten das Tor. Marco Thiede verfehlte eine Minute später nur knapp den Kasten der Gastgeber.

Elfmeter für den KSC

In der 59. Minute reagierte das Trainerteam der Badener und brachte Sercan Sarerer für Camoglu, um offensiv für neue Ideen zu sorgen. Der holte auch gleich einen Freistoß für den KSC heraus.

Dann kam die Chance – und zwar per Handspiel und folgenden Elfmeter: Anton Fink (65.) trat an und verwandelte zum 1:1. Keeper Brinkies kam nicht mehr an die Kugel.

Chancen auf beiden Seiten

Zwar ackerte Zwickau weiter, das Tor hatte jedoch dem KSC Aufschwung gegeben. So kam Pourie (74.) zur nächsten Chance, der Ball flog dank Keeper Brinkies aber knapp vorbei.

Auch Zwickau kam zur guten Chance, als Tarsis Bonga (82.) und Schröter (83.) zum Abschluss kamen. Die Karlsruher taten alles, um zu treffen, aber auch die Ecke durch Wanitzek (90.) brachte nicht die erhoffte Führung.

Auch Thiede und Sarerer konnten das Tor nicht erzielen und so blieb es bei der Punkteteilung,

KSC: Uphoff, Thiede, Kobald, Pisot, Roßbach, Choi, Wanitzek, Camoglu (59. Sararer), Fink (86. Groiß), Lorenz (79. Röser), Pourié.