Der Ausgleich fiel in der 88. Minute. Manuel Stiefler war zur Stelle als Keeper Jo Coppens den Schuss von Thiede nicht halten konnte und schob zum 1:1 ein. | Foto: GES

Schwierigkeiten gegen Jena

In letzter Minute: KSC holt beim 1:1 einen Punkt

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Elf Jahre war der letzte Sieg des Karlsruher SC gegen den FC Carl Zeiss Jena her. Fast wäre es nun eine Niederlage geworden. Am Freitagabend tat sich der KSC vor offiziellen 11 530 Zuschauern im Wildpark lange Zeit sehr schwer und holte sich beim 1:1 (0:0) einen Punkt.

Unverändert zum Sieg gegen Fortuna Köln hatte das Trainerteam um Chefcoach Alois Schwartz sein Team ins Stadion geschickt und gehofft, dass diese Start-Elf auch im Wildpark erfolgreich sei.

Uphoff rettet in den ersten Minuten

Veränderung gab es dagegen im Stadion: Die badische Flagge hing erstmals neben dem Fanblock der Karlsruher und die Anhänger durften unter ihrer Flagge das Badener Lied anstimmen.

Nach Anpfiff war es zunächst der Gast aus Jena, der einen Schuss aufs Tor abgab und auch weiterhin versuchte, die Badener unter Druck zu setzen. Die versuchten zunächst, ihre Defensive zu stabilisieren.

Dies schien aber zunächst nicht zu gelingen. So kombinierten sich Felix Brügmann und Niklas Erlbeck viel zu leicht im Strafraum. Der geklärte Ball flog zu Manfred Starke (6.), dessen Schuss gerade so von Keeper Benjamin Uphoff weggefaustet werden konnte.

Die Karlsruher waren bis dato dagegen noch nicht gefährlich geworden. Der FC versuchte nach vorne zu spielen und bezeichnend war, dass Daniel Gordon nach 13 Minuten der Spieler mit den meisten Ballkontakten beim KSC war.

Dann ließ sich der KSC im Angriff zu leicht den Ball vom Fuß nehmen, agierte zu hektisch. So kam Maximilian Wolfram (17.) zu seiner Chance. Erneut war es der KSC-Keeper, der eingreifen musste.

Langsam kommt der KSC

Beim KSC lief nicht viel zusammen und es war Glück, dass die Karlsruher noch nicht zurück lagen. Schwartz schickte nach 25 Minuten seinen Ersatzspieler Anton Fink zum Warmmachen – zufrieden war er nicht mit dem, was er auf dem Rasen sah.

Erst nach knapp einer halben Stunde kam der Karlsruher Trupp vor den gegnerischen Kasten. Zwei Ecken von Marc Lorenz leiteten die erste Möglichkeit ein. Der zweite Eckball flog genau zu Manuel Stiefler, der aber am Schlussmann der Gäste, Jo Coppens scheiterte.

Die Karlsruher waren nun besser im Spiel und man setzte die Gäste mehr unter Druck. Marvin Pourie (28.) konnte die Hereingabe von Lorenz jedoch nicht erreichen.

Auch Martin Röser (36.) reihte sich dann in die Karlsruher Versuche ein. Nach einem langen Ball versuchte er sich aus der Ferne und traf das Außennetz. Lorenz (41.) schoss den Ball über den Kasten.

Nach und nach hatten die Karlsruher Jena besser im Griff und ließen sie nicht mehr so leicht ins letzte Drittel kommen. So kam man mit dem 0:0 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel kamen Anton Fink und Kyoung-Rok Choi ins Spiel und sollten für mehr Durchschlagskraft in der Offensive sorgen.

Als Pourie (48.) jedoch den Ball in den Strafraum nahm und in die Mitte schob, verpasste dort Choi unglücklich. Bis zur 59. Minute mussten die KSC-Fans warten, bis Pourie die nächste Möglichkeit der Karlsruher bekam. Nach Hereingabe von Marco Thiede, schoss er die Kugel jedoch über das Tor von Coppens.

Gegentor und Ausgleich

Den Atem hielten die KSC-Anhänger jedoch beim Schuss von Dominik Bock (61.) an. Nach Brügmanns Vorarbeit legte er das Leder an Uphoff vorbei an den Pfosten und vergab die 100-prozentige Chance für Jena.

Muslija agierte dagegen im Gegenzug zu verspielt, wollte es noch schöner machen und verlor im Strafraum wieder den Ball.

Vor Uphoffs Tor wurde es dann sehr gefährlich. Nach Freistoß von Starke schob Bock (84.) zum 1:0 für die Gäste ein. Der KSC-Schlussmann war chancenlos gegen das Gegentor, seine Vorderleute hatten nicht aufgepasst.

Der Ausgleich fiel in der 88. Minute. Manuel Stiefler war zur Stelle als Keeper Coppens den Schuss von Thiede nicht halten konnte und schob zum 1:1 ein.

So rettete sich der KSC vor der erneuten Niederlage gegen Jena und sicherte sich immerhin einen Punkt. Choi (90.) vergab in der Nachspielzeit noch seine Chance zum Siegtor.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Stiefler, Muslija, Lorenz (46. Choi), Röser (46. Fink) , Pourié (80. Sanè).