Startklar: Nach vier Auswärtsspielen tritt Zweitliga-Aufsteiger PSK Lions zum ersten Heimspiel an.
Startklar: Nach vier Auswärtsspielen tritt Zweitliga-Aufsteiger PSK Lions zum ersten Heimspiel an. | Foto: PSK Lions

Premiere für PSK-Basketballer

Lions im Heimkäfig

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Was ist nicht alles in der Diskussion gewesen. Straubenhardt, St. Leon-Rot – ja, sogar Heidelberg. In der problematischen Heimspielortfrage erlebten die Basketballer der PSK Lions so manche Kehrtwendung.

Dass der Zweitliga-Aufsteiger jetzt im vormaligen Löwen-Käfig seine Heimpremiere in der neuen Spielklasse feiert, ist nur eine Pointe in der Hallendebatte. Eine weitere ist die, dass die Lions Mitte Dezember von der Ausnahme- in eine Notlösung wechseln, die Europahalle. So weit aber denkt diese Woche niemand im Rudel, es überwiegt die Spannung, sich nach einem Vierer-Auswärtspaket endlich den eigenen Fans zeigen zu können. „Die Vorfreude ist riesig“, sagt Abteilungsleiter Danijel Ljubic, „wir wollen, dass der Löwen-Käfig bebt“.

Die Vorfreude ist riesig

Gegner Rasta Vechta, der 2013 der BG Karlsruhe in einem umkämpften Play-off-Finale die Erstliga-Rückkehr vermasselt hatte, darf sich am Samstag (19.30 Uhr) jedenfalls auf ein heiß-stickiges Duell in der kleinen List-Halle einstellen, für die die Basketball-Liga aufgrund der prekären Hallensituation in der Stadt eine Ausnahmegenehmigung erteilt hat. „Wir rechnen mit ausverkauftem Haus“, sagt Ljubic.

Sportlich ist die erste Heimaufgabe für den Serien-Aufsteiger der vergangenen Jahre eine gleichermaßen attraktive wie womöglich schwer lösbare. „Das ist ein starkes Team – aber sie sind nicht unschlagbar“, sagt Headcoach Michael Mai mit Blick auf den ungeschlagenen Spitzenreiter, der zurück will in die Bundesliga.

Attraktive Aufgabe gegen Rasta Vechta

Die Lions ihrerseits sind in der zweithöchsten Spielklasse durchaus angekommen. Zwei Siege, zwei Niederlagen – damit kann der Neuling gut leben. Auch die jüngste Pleite bei den ambitionierten RheinStars Köln hat Mai abgehakt. „Das gehört zum Entwicklungsprozess unserer recht jungen Mannschaft dazu“, denkt der US-Amerikaner. Die PSK-Korbjäger waren im ersten Viertel untergegangen. Die Gastgeber trafen aus allen Lagen, „wir schossen fürchterlich“, urteilt Mai, dem in dieser Phase auch der kämpferische Part in seinem Team fehlte.

Dagegenhalten, und zwar über 40 Minuten – das dürfte gegen Vechta vonnöten sein, soll die Premiere vor eigenem Publikum glücken. „Ich hoffe, dass uns unsere Fans lautstark pushen werden“, setzt Mai auf die Unterstützung der Fans, die mehr als fünf Monate auf das nächste Heimspiel warten mussten. Anfang Mai hatten sich die Lions im Finalspiel gegen Weißenhorn aus Liga drei verabschiedet – und eigentlich auch aus der List-Halle.

Pikante Hallenfrage für die Lions

Damals war die Hoffnung groß, dass die Leichtbauhalle auf dem ehemaligen Gelände des VfB Südstadt kommt. Jetzt sind die Lions wieder daheim – aber nicht Zuhause. Im Dezember geht es für die restlichen Saisonheimspiele in die Europahalle. Was dann in der nächsten Spielzeit ist, das ist eine heikle Frage, die die PSK-Macher schon jetzt umtreibt.

Erst einmal müssen die Löwen aber die List-Halle Pro-A-tauglich machen: In der Nacht zum Samstag wird das vorgeschriebene Parkett verlegt, auf dem dann möglichst gleich im ersten Zweitliga-Heimspiel der erste Sieg gelingen soll.