Michelin
Der Karlsruher Standort verliert einige Geschäftsbereiche. | Foto: Hannibal

Von Karlsruhe nach Frankfurt

Michelin siedelt einige Geschäftsteile nach Hessen um

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Der Reifenhersteller Michelin verlegt einen Teil seinen Verwaltung von Karlsruhe nach Frankfurt. Wie der französische Konzern mitteilte, will er für die Region Europe North (EUN) im August 2019 ein Büro in der Nähe des Frankfurter Flughafens eröffnen. In diesem sollen 250 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Etwa 100 Mitarbeiter betroffen

Vom Umzug betroffen seien die Marketing- und Sales-Einheiten, die Business Units Erstausrüstung, Michelin Lifestyle, die Redaktion des Guide Michelin Deutschland und Schweiz sowie Teile der Zentralfunktionen Personal, Finanzen, Kommunikation, Qualität und die Abteilung Recht. Der Standort Karlsruhe bleibe weiterhin bestehen, nach Abschluss des Umzugs sollen in der Fächerstadt dann noch 1 100 Mitarbeiter für Michelin arbeiten. Aktuell sind es etwa 1 200. Durch den Umzug wolle man weltweit „besser erreichbar sein“.

Standort Karlsruhe weiter geschwächt

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) bezeichnete die Umzugspläne als „nicht gravierend für den Standort Karlsruhe“. Allerdings sei die jüngste Entwicklung im Konzern durchaus kritisch zu betrachten. Denn Michelin hat im Zuge des schwächelnden Geschäfts auf dem weltweiten Reifenmarkt bereits am Stammsitz in Frankreich einen Stellenabbau angekündigt. Zudem hatte der Konzern im Oktober BNN-Informationen bestätigt, wonach das Schichtsystem in Karlsruhe reduziert wird und auch deshalb etwa 80 Jobs wegfallen. Mit dem Umzug einiger zentraler Verwaltungseinheiten in den Bürokomplex „The Square“ in Frankfurt wird der Standort Karlsruhe nun weiter geschwächt. „Diese Entwicklung muss man natürlich im Auge behalten“, heißt es von der IG BCE.