IST AUCH EIN KARLSRUHER GEWORDEN: das Michelin-Männchen. Doch bis August 2019 ziehen große Teile der Deutschland-Zentrale nach Frankfurt um. | Foto: jodo

Teil-Umzug nach Frankfurt

Michelin zieht 250 Leute ab

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Wenige Tage, nachdem Michelin seine Umzugspläne von Karlsruhe nach Frankfurt kundgetan hat, nennt der Reifenkonzern nun doch eine konkrete Zahl: 250 Mitarbeiter aus der Fächerstadt sollen ab August 2019 in der Main-Metropole tätig sein. Das teilte Michelin-Manager Jürgen John am Dienstag auf BNN-Anfrage mit. Auf die Frage, ob in einem zweiten Schritt weitere Karlsruher Mitarbeiter in die hessische Großstadt abgezogen werden sollen, sagte er: „Zum heutigen Zeitpunkt ist dies nicht vorgesehen.“

Michelin hat in der Fächerstadt nicht nur ein Werk, in dem Reifen für Leicht-Lkw hergestellt werden. Dort sind unter anderem auch die Deutschland-Zentrale und die Deutschland-Redaktion der Feinschmecker-Bibel Guide Michelin angesiedelt. Der juristische Sitz der Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA bleibe in Karlsruhe, versicherte John.

Die Fächerstadt hat in den vergangenen Jahren einige Konzerne verloren, unter anderem die IWKA AG – die heutige Kuka – und Pfizer. Die Führungsmannschaft des Kosmetik-Konzerns L’Oréal agiert von Düsseldorf aus. Den juristische Firmensitz von L’Oréal Deutschland beließ man in Karlsruhe. Dieser steht insofern noch auf Briefbögen und im Impressum der Homepage.

Michelin verweist auf Unterstützungspakete

Michelin begründet den geplanten Teil-Umzug nach Frankfurt mit der günstigen Verkehrsinfrastruktur der Main-Metropole. Mit dem Betriebsrat habe man finanzielle Unterstützungspakete beschossen, damit möglichst viele der 250 Betroffenen künftig in Frankfurt arbeiten werden, heißt es weiter bei dem Reifenhersteller.