Zum Debakel entwickelt sich die Sanierung der seit 2017 geschlossenen Stadthalle | Foto: jodo

Eröffnung und Kosten unklar

Millionengrab Karlsruher Stadthalle

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Die Sanierung der seit Juli 2017 geschlossenen Stadthalle gerät immer mehr zum Debakel. Angesichts eines Streits zwischen der Stadt und dem beauftragten Ingenieurbüro ruhten die Arbeiten in den vergangenen Wochen. Weiterhin liegen keine Pläne vor, dass der Umbau substanziell weiter gehen kann, bestätigten am Freitagnachmittag die Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Baubürgermeister Daniel Fluhrer entsprechende Informationen der BNN.

Die bisher vorgelegten Pläne genügten nicht den Anforderungen, hieß es weiter. Dadurch stoppt der ganze weitere Bauprozess. Prognosen für die weitere Kostenentwicklung des mittlerweile bei knapp 80 Millionen Euro angelangten Projekts gaben die Bürgermeister nicht ab. Bei weiteren Kostensteigerungen werde man aber Regressforderungen erheben, hieß es.

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Bereits 18 Millionen Euro zusätzlich für die Stadthalle

Erst im vergangenen Jahr hatte der Gemeinderat zusätzlich 18 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Klar ist, dass der ebenfalls schon korrigierte Eröffnungstermin Anfang 2021 nicht zu halten ist. Nun hofft man auf einen Eröffnungstermin Ende 2021 – „wenn alle Planungen bis dahin eingehalten werden,“ so die Erste Bürgermeisterin. Diese Prognose habe aber viele Unwägbarkeiten, schränkte sie ein.
Die Halle ist Herzstück des innerstädtischen Kongresszentrums und für das Kongressgeschäft eigentlich unverzichtbar. Für die Karlsruher Messegesellschaft bedeutet dies die weitere Nutzung von Ausweichflächen, so die Erste Bürgermeisterin. Verluste, die der Messe dadurch entstünden, müsse die Stadt ausgleichen.