Von Flammen zerstört ist der Großteil des Daches in Grünwettersbach, unter dem ein Mann starb. Die Bäckerei kann zunächst nicht öffnen. | Foto: jodo

Ursache noch unklar

Nach Brand in Karlsruhe-Grünwettersbach: Opfer noch nicht identifiziert

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Am Tag nach dem Brand eines Dachstuhls in Grünwettersbach, bei dem ein Mann ums Leben gekommen ist, legt sich die Polizei noch nicht fest, ob der Tote der Bewohner der Mietwohnung im Dachgeschoss des Hauses ist. Die Kriminalpolizei lässt das Brandopfer derzeit in Heidelberg gerichtsmedizinisch untersuchen.

Das Ergebnis der Obduktion sei frühestens in zwei bis drei Tagen zu erwarten, erklärt das Polizeipräsidium Karlsruhe auf Anfrage. Auch zur Brandursache ermitteln die Kriminalpolizisten noch. So wissen sie bisher auch nicht, ob womöglich eine unbeaufsichtigte Kerze das Feuer am Nachmittag des ersten Adventssonntags auslöste. Auch der Frage, ob Rauchmelder im Haus installiert waren, gehen die Experten nun nach. Sie untersuchen den Brandort seit Montag.

Hat Kerze Feuer ausgelöst?

Da, wo am Sonntag zeitweise 80 Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpften, zeigt sich am Tag danach ein Teil der Zerstörung unter anderem auf einer breiten Dachfläche rund um den Kamin. Die Bäckerei und Konditorei der Familie Fütterer im Erdgeschoss der Adresse Am Steinhäusle 2a kann am Dienstag, 3. Dezember, nicht wie sonst früh um 6 Uhr öffnen.

Feuer beschädigt auch Bäckerei

Viele kennen die Anlaufstelle: Sie liegt wenige Schritte vom Rathaus und der Ortsdurchfahrt entfernt im alten Ortskern unterhalb der evangelischen Kirche. Um die beschädigte Stromversorgung der Bäckerei kümmerten sich die Stadtwerke Karlsruhe nach Angaben der Inhaberfamilie am Montag bereits. Es trifft den Hauptstandort, inzwischen auch die einzige Filiale der Fütterers, die eine weitere Adresse in der Leibnizstraße beim Kolpingplatz erst in diesem Jahr abgegeben haben.

Den Mann, den der Brand das Leben kostete, hatten die Einsatzkräfte in einem Zimmer im Dachgeschoss gefunden. Die Bewohner des Stockwerks darunter waren nicht zu Hause, als das Feuer ausbrach. Sie kehrten während der Löscharbeiten zurück. Rettungskräfte betreuten sie.

Feuerwehr rettet Hund aus den Flammen

Den Hund der Familie hatten Feuerwehrleute zu dem Zeitpunkt bereits aus dem brennenden Haus gerettet. Eine Anwohnerin erinnert sich, keine zwei Stunden vor Ausbruch des Feuers noch der Hundebesitzerin beim Gassigehen begegnet zu sein. Man habe sich gegenseitig einen schönen ersten Advent gewünscht.