Das erst vor zwei Tagen geborene Flusspferd-Baby wurde am Mittwochmorgen im Karlsruher Zoo tot aufgefunden. Die Ursache soll schnell geklärt werden. | Foto: Stadt Karlsruhe

„Supermutter“ Kathy

Nachwuchs im Karlsruher Zoo: Flusspferd-Baby geboren

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Aktualisierung: Das neugeborene Flusspferd-Baby ist gestorben. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

Im Flusspferd-Gehege des Karlsruher Zoos hat es am Montag, den 7. Januar, Nachwuchs gegeben. Die Flusspferd-Dame Kathy hat am Nachmittag ein gesundes Junges zur Welt gebracht. Ab Mittwoch, den 9. Januar, dürfen auch die Zoobesucher das Baby im Dickhäuterhaus bewundern.

Wie der Zoologische Stadtgarten in einer Pressemitteilung berichtet, verlief die Geburt ohne Komplikationen. Kathy kümmere sich fürsorglich um ihr Junges und lasse es keine Sekunde aus den Augen. Die 32-jährige Flusspferd-Dame sei eine „Supermutter“, wird Revierleiter Robert Scholz in der Mitteilung zitiert. Kathy habe ihre Qualitäten als Mutter bereits mehrfach unter Beweis gestellt.

Zuletzt zog sie 2015 den kleinen Flusspferd-Bullen Karl Wilhelm im Dickhäuterhaus des Zoos auf. Karl Wilhelm starb jedoch 2017 bei einer Beißattacke eines weiblichen Flusspferdes im Zoo Dvůr Králové in Tschechien.

Für Besucher ist das Dickhäuterhaus ab Mittwoch, 9. Januar, wieder zugänglich. Es war vorsorglich geschlossen worden, damit sich die frischgebackene Flusspferd-Mutter in den ersten Stunden in Ruhe um ihren Nachwuchs kümmern könne, hieß es.

Auch Flusspferd Platsch schaut gerne nach seinem jüngsten Spross, wie folgendes Video zeigt:

Flusspferd-Baby ist „Wunschkind“

Ganz zufällig war Kathys Schwangerschaft offenbar nicht. „Nach dem Okay des Zuchtbuchkoordinators haben wir bei Kathy die Pille wieder abgesetzt und dabei schon ein bisschen auf eine günstige Zeit geschaut“, sagte Scholz. Kathy und Flusspferd-Bulle Platsch hätten „mitgespielt“ und am Montag schließlich „geliefert“.

Die erste Zeit seines Lebens verbringt das Flusspferd-Baby im Wasser. Es muss vor dem ersten Landgang zuerst Muskeln aufbauen. | Foto: Stadt Karlsruhe

Neue Außenanlage „kindersicher“ gemacht

Vater Platsch war vorsorglich schon vor vier bis fünf Wochen von Kathy getrennt worden. Die „Familienzusammenführung“ wird in drei bis vier Monaten stattfinden, vermeldet der Zoo, pünktlich zur Fertigstellung der neuen erweiterten Außenanlage. Diese sei zwar zunächst als Altersresidenz für Asiatische Elefanten gedacht. Doch wenn die „Elefanten-Oldies“ nachmittags ins Haus gingen, würden auch die Flusspferde vom neuen Gehege profitieren, hieß es. Auch für kleine Flusspferde sei die Absperrung sicher gemacht und die Seile dementsprechend enger gespannt worden.

„Krafttraining“ vor dem ersten Landgang

Bevor das kleine Flusspferd die neue Anlage erkunden kann, wird es die nächste Zeit erst einmal im Wasser bleiben. „Momentan kann sich der Kleine gar nicht auf den Beinen halten“, erläutert Scholz in der Mitteilung. Das Junge müsse erst übers Schwimmen Muskeln aufbauen.

Auf der neuen Anlage werde das Flusspferd dann jedoch sicher der Publikumsliebling sein, freut sich bereits Zoodirektor Matthias Reinschmidt.