Das Karlsruher Schloss lag erstmals auf der Halbmarathonstrecke, was bei den Läufern sehr gut ankam. | Foto: Haendle

Tausende Teilnehmer

Neue Laufstrecke beim Baden-Marathon findet großen Anklang

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Die neue Laufstrecke beim Fiducia-Baden-Marathon in Karlsruhe wird von den meisten Teilnehmern positiv bewertet, wie eine Blitzumfrage der BNN im Ziel zeigt. „Das war die schönste Strecke, die wir in Karlsruhe bislang hatten“, sagte ein Halbmarathonläufer. Ähnlich äußerten sich fast alle Befragten. Besonders hervorgehoben wurde die Tatsache, dass der Halbmarathon nun durch die Innenstadt am Schloss vorbei führt, wo auch viele Zuschauer standen.

Hier eine Bildergalerie mit Eindrücken:

Kritik an zu langen Wartezeiten

Kritik gab es dagegen an zu lang Wartezeiten bei der Startnummernausgabe und der Gepäckaufbewahrung. Weil die Schlange hier unmittelbar vor dem eigentlich für 9.30 Uhr vorgesehenen Start noch zu lang waren, fiel der Startschuss mit einigen Minuten Verspätung.

Favoriten werden ihrer Rolle gerecht

Mehrere tausend Läufer hatten sich am Sonntagmorgen bei nahezu idealen Bedingungen auf die Strecke gemacht. Bei leichtem Nieselregen und böigem Wind siegte bei den Männern auf der Marathondistanz erwartungsgemäß Lokalmatador Simon Stützel in 2:24.37 Stunden. Bei den Frauen wurde Simone Raatz ihrer Favoritenrollen mit 2:55:44 Stunden gerecht. Schnellster Läufer auf der Halbdistanz war Omar Tareq aus Lörrach, der für die 21,1 Kilometer genau 1:08.33 h benötigte. Nora Kusterer vom SV Oberkollbach konnte mit 1:19:23 die Wertung bei den Frauen über die Halbdistanz für sich entscheiden.

Nach Herzinfarkt wieder am Start

Am Start war auch Werner Nothtroff, der im vergangenen Jahr auf der Stecke einen Infarkt erlitten hatte und anschließend tagelang im Koma lag. Er wolle beenden, was seit dem letzten Jahr noch offen ist, sagte er im Vorfeld in einem BNN-Interview. Gemeinsam mit seiner damaligen Ersthelferin Andrea Hoelke und seiner Frau Sigrid absolvierte er die 21,1 Kilometer durch Karlsruhe in 2:32:17.

Nothtroff mit Frau Sigrid (rechts) und Andrea Hoelke im Ziel | Foto: Kamleitner

Rettungskräften machte vor allem der Wind zu schaffen

Bis zum frühen Nachmittag machte den Rettungskräften vor allem der böige Wind im Carl-Kaufmann-Stadion im Zieleinlauf zu schaffen, weil er die Zelte der Sanitäter in Mitleidenschaft zog. Ansonsten verlief der Einsatz weitgehend ruhig. Es habe lediglich zwei bis drei Krankenhausfahrten mit angeschlagenen Läufern gegeben, die allerdings nur vorsorglich stationär behandelt wurden, hieß es. Damit bleibt der Baden-Marathon auch im 36. Jahr ohne Todesopfer, was auch dem intensiven Einsatz der Rettungskräfte zu verdanken ist. So ist beispielsweise an jedem Laufkilometer ein Defibrilator vorhanden, um im Notfall schnell reagiere zu können.

Tanzmarathon mit vielen Teilnehmern

Entlang der Strecke gab es wie in den Vorjahren wieder viele Auftritte lokaler Tanzgruppen, die die Läufer anfeuerten.  Von den 9000 gemeldeten Teilnehmern waren nach Angaben von Organisator Fried-Jürgen Bachl rund 7 800 Läufer auf der Strecke. Die Meldungen beim Marathon lagen mit 1088 wieder über der 1000er Marke. Am meisten Starter waren beim Halbmarathon unterwegs: rund 4.300

Mini-Marathon mit mehr als 700 Teilnehmern

Bereits am Vortag waren beim Sparkassen-Mini-Marathon mehr als 700 Nachwuchsläufer im Carl-Kaufmann-Stadion an den Start gegangen und hatten jede Menge Spaß.

Klaus Müller/Bernd Kamleitner/Rainer Haendle