Nordtribüne
Die provisorische Nordtribüne im Wildpark steht | Foto: jodo

Premiere gegen Meppen

Provisorische Nordtribüne im Wildpark ist quasi fertig

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Das Gras auf dem Erdhügel muss erst noch wachsen. Doch die provisorische Nordtribüne im Wildparkstadion ist quasi fertig. Beim Heimspiel gegen Meppen am 20. April sollen dort erstmals Fans ihre Plätze beziehen, erklärt Werner Merkel. Er ist Betriebsleiter des städtischen Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark. Der Technische Projektleiter Martin Suric ergänzt: „Wir liegen voll im Zeitplan.“

Nordtribüne bietet nur Stehplätze

Die Übergangstribüne im Norden soll in der zweiten Aprilwoche von den Behörden abgenommen werden. Sie verfügt über exakt 4.930 Stehplätze, aufgeteilt in drei Blöcke. Der einst neun Meter hohe Wall wurde flächig auf 3,8 Meter reduziert, wie Suric erklärt.

32.500 Kubikmeter alter Wall wurden bewegt, 1.700 Kubikmeter entsorgt. „Alle zwei Wochen fanden wir zehn, 15 Sprengkörper bei der Sondierung.“ Nun bieten 45 Stufen Platz für die stehenden Fans, die im vorderen Bereich gut zwölf Meter vom Spielfeldrand entfernt sind.

Ultras und Supporters ziehen hinters Tor

Die Ultras und die Supporter sollen dort hinter dem Tor ihre Elf anfeuern – und dabei nicht im Regen stehen: Ab Mitte Mai wird das vom Gemeinderat gerade genehmigte und nun bestellte Dach für die Nordtribüne angebracht.

Bis zum zweiten Spieltag in der neuen Saison soll es fertig sein, berichtet Merkel. Kostenpunkt: 1,3 Millionen Euro für die gemietete Nordtribüne und 785 000 Euro für das Dach. All dies soll am Ende etwas mehr als zwei Jahre im Einsatz sein, schließlich handelt es sich erst einmal um Übergangslösungen.

Zweite Tribüne fällt im April

Dies gilt auch für die Tribüne hinter dem anderen Tor. Im sogenannten Baufeld zwei starten am 8. April die Arbeiten. „Der Abbruch wird voraussichtlich noch im April beginnen“, erläutert Merkel. Dann muss auch die Videowand weg, man werde dann wohl auf mobile Lösungen setzen.

Vom Abriss dieser Tribüne ist auch der Gästeblock betroffen. Die Fans des Gegners ziehen dann wenige Meter weiter auf die Gegentribüne. Zu keinem Zeitpunkt sitzen sie im – von der Hauptbühne aus gesehenen linken – Bereich, in dem derzeit die Ultras beheimatet sind, wie Suric versichert.

Puffer zwischen den Lagern

Da die Gegentribüne ja auch von den KSC-Anhängern erst einmal weiter genutzt werden kann, wird zwischen beiden Lagern ein Puffer eingebaut, sagt Merkel. Die Gegentribüne verschwindet im dritten Bauabschnitt, zwischen August und September beginnen dort die Arbeiten.
In der Folge haben die Fans von der Haupttribüne – die erst im Herbst 2020 weichen muss – freie Sicht auf den Adenauerring. Die zweite, nicht überdachte provisorische Tribüne soll im Sommer 2019 schon fertig sein. Dort kommen dann auch die Gästefans unter.

Seitenwechsel für die VIPs

Wenn der Abriss der Haupttribüne startet, soll wiederum entlang des Adenauerrings die Gegentribüne stehen, auf die dann VIP-Gäste, Presse und Fans von der Hauptbühne ziehen, wie der KSC darlegt. Es erfolgt quasi ein Seitenwechsel.
Auch während der Bauzeit stehen den Ligavorgaben zufolge mindestens 15.000 Zuschauerplätze bereit, versichert Merkel.

Flutlichter sind für Aufstieg gerüstet

Die neuen Flutlichter sind bereits installiert und im Einsatz. „Die wären auch für die Zweite Liga tauglich“, betont Suric. Das gesamte Stadion soll im Mai 2022 fertig sein. Die Kosten sind mit gut 120 Millionen Euro kalkuliert.