KSC-Präsident Ingo Wellenreuther (links) und der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bei einem Treffen zum Wildparkstadion im April 2018 im Rathaus.
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther (links) und der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bei einem Treffen zum Wildparkstadion im April 2018 im Rathaus. | Foto: jodo (Archivbild)

Auf Dienstag verschoben

Notartermin abgesagt: Nervenprobe um Neubau des Wildparkstadions

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Das Projekt Neubau des Wildparkstadions gerät nach dem positiven Gemeinderatsbeschluss vom Dienstag beim Überschreiten der Ziellinie erneut und unvermittelt in eine krisenhafte Nervenprobe. Der eigentlich für Freitagnachmittag angesetzte Notartermin zur Unterzeichnung der erneuerten Verträge zwischen Stadt und KSC wurde nach Informationen der BNN abgesagt und auf den kommenden Dienstag verschoben.

Was dies für den weiteren Fortgang des Projektes bedeutet, ist noch völlig unklar. Eigentlich sollte bereits in der ersten Novemberwoche die Baustelle für die Vorarbeiten eingerichtet werden. Anfang November sollte auch der Vertrag mit dem ausgewählten Generalunternehmer unterzeichnet werden.

Keine Einigung über geplantes Parkhaus

Der Termin wurde abgesagt, nachdem keine Einigung über die letzten noch strittigen Punkte erzielt werden konnte. Konkret geht es dabei um die vertragliche Umsetzung für das geplante Parkhauses, das der KSC eigentlich in Eigenregie errichten sollte. Das Parkhaus sollte ursprünglich von der Stadt errichtet werden, sollte aber nach der Neuausrichtung der Planungen im Frühjahr vom KSC erstellt werden. Allerdings muss der KSC dies am Markt finanzieren, braucht dafür belastbare Zusagen und auch am Finanzmarkt übliche Erbpachtregeln.

Ringen bis tief in die Nacht

Ob das Recht für den Bau eines Parkhauses durch den KSC auch im Vertrag beinhaltet ist – und zwar mit einem klaren belastbaren Recht –, ist nach BNN-Informationen der Streitpunkt. Eine gewisse Bewegung hat es zwar gegeben, was die Zeitdauer der Erbpachtregelung angeht, aber offenbar ist die Stadt nicht bereit, eine branchenübliche Laufzeit auch vertraglich festzulegen.

Das Ringen um die Vertragsmodalitäten ging die vergangenen Tage bis in die Nacht weiter, beteiligt waren sowohl OB Frank Mentrup (SPD) und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther aber auch IHK-Präsident Wolfgang Grenke.

Stadt und KSC nehmen Stellung

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung des Karlsruher SC und der Stadt Karlsruhe, die am Freitagabend veröffentlicht wurde, soll die Zeit bis Dienstag genutzt werden, „noch bestehenden Abstimmungsbedarf zwischen dem Beschluss des Gemeinderats vom 23. Oktober einerseits und dem der Mitgliederversammlung des KSC vom 22. Oktober andererseits in das Vertragswerk einzubauen“.

Stadt und Verein gingen jedoch davon aus, dabei zu einem guten Ergebnis zu kommen und am Dienstagvormittag den Vertrag vor dem Notar zu unterzeichnen.