Große Freude beim Eintreffen von Oliver Kahn.
Große Freude beim Eintreffen von Oliver Kahn. | Foto: Rastätter

So war der KSC-Festakt

Oliver Kahn ist jetzt KSC-Ehrenmitglied

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Wie vor fünf Jahren das 120-jährige Jubiläum feierten Funktionäre, Spieler, Fans und geladene Gäste des Karlsruher SC auch das runde Jubiläum von 125 Jahren im Konzerthaus in Karlsruhe. Im Mittelpunkt des Abends stand Oliver Kahn. Der ehemalige KSC-Torhüter, der seine Karriere beim Karlsruher SC begann und beim grandiosen UEFA-Cup-Spiel gegen Valencia im Tor stand, sprach als Fest-Redner vor den Gästen und besuchte seine Heimat.

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Die Fans begrüßten den Titan mit einem großen Applaus. Als Kahn am Montag in Karlsruhe ankam, hat er einen kleinen Abstecher ins Wildparkstadion gemacht, wo er, als er den Nackten Mann an seinem Platz sah, sofort ein Gefühl von Heimat hatte.

Kahn hat Heimatgefühle

„Für mich ist das ein ganz besonderer Moment, hier die Gastrede halten zu dürfen“, sagt der dreifache Welttorhüter. 1974 absolvierte er auf dem Platz 7 beim FC Germania sein erstes Probetraining – damals noch als Feldspieler. „Eine starke Kultur ist für jeden Verein ein sehr starkes Schwert“, sagt Kahn. Die globale Aufmerksamkeit richte sich immer mehr auf die großen Vereine. „Spiele werden immer berechenbarer“, erklärt er.

Legendäres Spiel gegen Valencia

Das Spiel gegen Valencia ist Kahn immer noch gegenwärtig. Häufig wird er heute noch darauf im Ausland angesprochen. Er ertappt sich immer mal wieder, dass er das Spiel auf Youtube schaut. Für die Jüngeren im Saal erklärt er kurz, was sich bei dem Spiel ereignet hat. „Egal wo Edgar Schmitt an diesem Abend hingezielt hätte, der Ball wäre ins Tor gegangen“, sagt Kahn. Spiele wie gegen Valencia sind der Grund, warum Menschen Fußballer werden möchten.

Emotionen im Fußball

„Fußball verbindet Menschen. Manchmal wird aber auch gebruddelt, was das Zeug hält“, erinnert sich der ehemalige KSC-Torhüter und spielt dabei auf die Rundbauexperten an. Als Jugendlicher sei er bei Spielen auch immer hinter dem Tor gesessen und habe seinen Idolen zugeschaut. „Gerade im Fußball benötigt man Menschen, die positiv verrückt sind“, stellt er fest.

Noch immer pflege er viele Kontakte nach Karlsruhe. Er weiß, dass seine Karriere ohne den KSC so nicht möglich gewesen wäre. Und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther weiß, wie wichtig Oliver Kahn für Karlsruhe ist: Er ernennt ihn zum KSC-Ehrenmitglied.

Zahlreiche bekannte Gesichter

Viele weitere ehemalige Spieler wie Burkhard Reich, Rainer Schütterle, Rainer Scharinger, Edgar Schmitt („Euro-Eddy“), Christian Kritzer, Gunther Metz, KSC-Legende Heinz Ruppenstein „Pille“, die Ex-Präsidenten Roland Schmider und Hubert H. Raase sowie Nachwuchszentrumsleiter Ede Becker ließen es sich nicht nehmen, an diesem feierlichen und emotionalen Abend in der Fächerstadt dabei zu sein.

Impressionen

OB Frank Mentrup war nicht anwesend, da parallel der Karlsruher Gemeinderat tagte. Dafür zählten Vertreter jeder Fraktion, der Karlsruher Sportbürgermeister und Präsident des Badischen Sportbunds Martin Lenz, die ehemaligen Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle, der Alt-OB Gerhard Seiler sowie der DFB-Vizepräsident und bfv-Präsident Ronny Zimmermann zu den 800 geladenen Gästen.

„KSC – meine Heimat“

Nicht bei dem Abend fehlen durfte Stadionsprecher Martin Wacker, der humorvoll und komödiantisch durch das über zweistündige Programm führte. Bei seiner Begrüßung verglich KSC-Präsident Ingo Wellenreuther den gut gefüllten Saal mit einem Stadion. „KSC – meine Heimat, der Slogan des KSC, passt ganz genau auf Oliver Kahn“, sagte der Präsident. „Der Verein hat mit Sicherheit Spuren in der deutschen Fußballgeschichte hinterlassen.“

In der Folge zählte Wellenreuther die Höhen und Tiefen der Vereinsgeschichte auf. „Wir alle befinden uns in einer Art Schicksalsgemeinschaft“, so Wellenreuther weiter.

„Für immer KSC“ von Sabine Wittwer

Ein Ständchen von Sabine Wittwer gab es als Zugabe obendrauf: Die Ex-Frau von KSC-Spieler Michael Wittwer sang zu einem blauen Lichtermeer im Konzerthaus ihren Hit „Für immer KSC“ – begleitet von einer Bigband der Hochschule für Musik. Den Song „KSC olé olé“ hatte zuvor der KSC-Kinderchor zum Besten gegeben und dafür einen riesigen Applaus sowie eine Laola-Welle erhalten.

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