Zwangsumzug: Die Brunnenpatrouille verfrachtete die halbe Kunstfigur kurzerhand in ein stillgelegtes Becken. Foto: Sandbiller
Aus Sicherheitsgründen musste OMI Riesterer sein Kunstwerk wieder abbauen. | Foto: Sandbiller

Aus und vorbei

OMI Riesterer muss sein Brunnen-Kunstwerk in Karlsruhe wieder abbauen

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Aus und vorbei: Der Künstler OMI Riesterer und seine Frau Barbara Jäger haben am Mittwoch selbst ihren „Wasserspringer“ aus dem Brunnen gezogen. Drei Tage hat die Karlsruher Kunstposse die Öffentlichkeit unterhalten und bundesweit Resonanz gefunden.

So fällt die Bilanz am stolzen Kunststandort aus: Vier Mal wurde die als Sommerspaß gedachte Stoffskulptur in dem 60 Zentimeter tiefen Becken beim Festplatz von Riesterer installiert, und vier Mal wurde sie binnen 48 Stunden wieder abgebaut. Drei Mal griff die Brunnenpatrouille im Auftrag des Gartenbauamts zu. Sie sah den Kunsttoso als Müll an.

Letztlich verlor die Wasserkunst, weil die Stadtverwaltung sie als eine unverantwortbare Gefahr für Kinder ausmachte. Sie könnten durch den Torso verleitet werden, ebenfalls ins Brunnenwasser zu springen.

OMI Riesterer hält die Begründung für „nicht stichhaltig und lächerlich“. Damit mache die Verwaltung „keine gute Reklame für Karlsruhe“, meint er. „Es sollte doch ein Spaß für kurze Zeit sein – diese Ernsthaftigkeit jetzt, das ist Schwachsinn“, sagt er.