Ungewisse Zukunft: Die Paracelsus Kliniken haben einen Insolvenzantrag in Eigenregie gestellt.
Ungewisse Zukunft: Die Paracelsus Kliniken haben einen Insolvenzantrag in Eigenregie gestellt. | Foto: jodo

200 Betroffene in Karlsruhe

Paracelsus Kliniken stellen Insolvenzantrag

Die Paracelsus-Kliniken haben einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Das teilte der in Osnabrück ansässige Konzern mit. Betroffen sind bundesweit 5 200 Beschäftigte in 40 Einrichtungen an 23 Standorten. In der Klinik in Karlsruhe-Durlach arbeiten knapp 200 Frauen und Männer. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi schreiben sieben der 17 Paracelsus-Akut-Kliniken rote Zahlen – allen voran das Krankenhaus in der Fächerstadt.

Klinikbetrieb läuft weiter

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gibt einem Unternehmen die Möglichkeit, selbst die Wende einzuleiten. Innerhalb der nächsten drei Monate muss nun ein Insolvenzplan vorgelegt werden. Zwei erfahrene Sanierungsexperten sollen die Paracelsus-Kliniken beraten. Der Klinikbetrieb laufe zunächst an allen Standorten weiter, hieß es.  Die Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens hatten sich konkret gezeigt, als die Geschäftsleitung den Mitarbeitern mitteilte, das Weihnachtsgeld nicht pünktlich auszahlen zu können.

Belogen und betrogen

Die Beschäftigten in der Durlacher Klinik traf die Meldung kurz vor Weihnachten hart. Man fühle sich „belogen und betrogen“, erfuhren die BNN aus Mitarbeiterkreisen. Für die Beschäftigten und ihre Familien seien das „fürchterliche Nachrichten“.