Symbolbild | Foto: Silas Stein/Archiv/dpa

Mehrere Verstöße festgestellt

Polizei ermittelt in Karlsruher Drogenszene

Anzeige

Die Karlsruher Polizei hat am Montag in der Drogenszene der Innenstadt ermittelt. Das Einsatzgebiet erstreckte sich vom Durlacher Tor bis zur Nottingham-Anlage am Mühlburger Tor, wie die Polizei am Dienstag auf BNN-Anfrage mitteilte. Rund zwanzig Beamte waren mehrere Stunden im Einsatz, einige von ihnen als Zivilstreife. „In zivil ist es für uns leichter, Straftaten zu beobachten“, sagt Florian Herr, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Drogendeal in der Innenstadt-Ost aufgedeckt

Insgesamt sind 17 Personen kontrolliert worden. Achtmal seien dabei Betäubungsmittel gefunden worden. Zudem konnte ein Drogendeal in der Innenstadt-Ost aufgedeckt werden. Die beiden beteiligten Personen wurden von der Polizei festgenommen. Im Einsatzverlauf sprachen die Ordnungshüter 13 Platzverweise aus. Nähere Angaben zu den Tatverdächtigen konnte die Polizei bisher noch nicht machen. Bei ähnlichen Kontrollen im Stadtgebiet waren zuletzt Personen aus Gambia auffällig geworden. Westafrika gilt schon seit längerer Zeit als Drehkreuz des internationalen Drogenhandels (die Badischen Neuesten Nachrichten berichteten).

Polizei informierte in den sozialen Netzwerke über den Einsatz

Über den Einsatz hat die Pressestelle der Polizei bei Facebook und Twitter informiert und beantwortete dort auch Fragen der Bevölkerung. Viele Nutzer sprachen den Beamten dort ein Lob für ihre Arbeit aus. „Man merkt, dass es die Leute interessiert, was wir machen“, sagt Herr. Alle Polizeipräsidien in Baden-Württemberg seien auch in den sozialen Netzwerken aktiv. „Wir haben festgestellt, dass wir dort eine junge Zielgruppe erreichen.“ Kritik, dass durch die Einträge auf den Internetplattformen mögliche Täter über das genaue Vorgehen der Beamten informiert werden, teilt der Pressesprecher nicht, da die Einsätze häufig bereits einige Zeit liefen, ehe die Bevölkerung darüber informiert werde.

Kontrollen sollen fortgesetzt werden

Erst Anfang des Monats hatte die Polizei ihre Schwerpunktaktionen zur Bekämpfung des sich in der Innenstadt ausbreitenden Drogenhandels beendet. Innerhalb von rund zwei Monaten wurden 211 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Stichpunktartige Kontrollen werde es jedoch weiter geben. Diese seien zwar weniger intensiv wie zuletzt, Herr betont jedoch: „Wir werden das Problem nicht aus den Augen verlieren.“ An die bisher erzielten Ermittlungserfolge wolle man weiter anknüpfen.