Neuer Anlauf im neuen Jahr: Die Situation von Marvin Pourié beim Karlsruher SC ist besonders sensibel und bedarf offenbar einer Moderation des Trainerteams. | Foto: GES

2- Fußball-Bundesliga

Pourié, Zusammenhalt, Transfermarkt: Das sind die drängendsten Fragen beim KSC zum Trainingsauftakt

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Oliver Kreuzer sah sich im Urlaub auf Mauritius mit heftigen Wirbelstürmen konfrontiert. Wegen eines Zyklons waren zwischenzeitlich keine Flüge auf die Insel möglich gewesen. An diesem Samstag wird der Sportchef des KSC aus dem Paradies im Indischen Ozean nach Deutschland zurückkehren und sich in den kommenden Tagen einklinken in die Vorbereitung beim Fußball-Zweitligisten.

Während die Mannschaft des Tabellen-15. nun am Samstag um 11 Uhr zu einem kurzen Aufgalopp im neuen Jahr auf den Platz gegenüber der Wildpark-Baustelle gehen wird, muss der Sportchef der Badener nach den Feiertagen zusammen mit Cheftrainer Alois Schwartz auf eine Wetterberuhigung im sportlichen Bereich hinwirken.

Drei Punkte Abstand zum ersten direkten Abstiegsplatz sind mit Blick auf das erste Pflichtspiel 2020 am 29. Januar beim Schlusslicht Dynamo Dresden alles andere als beruhigend.

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KSC-Trainer Schwartz will Stellschrauben verändern

Nach Schwartz’ letztem Kenntnisstand werden zum Trainingsstart alle da sein. „Wir werden die eine oder andere Stellschraube verändern, um bei den Spielern die Sinne zu schärfen“, kündigte Schwartz am Freitag an.

Um in der Liga bestehen zu können, stelle die körperliche Fitness die Basis und die Betonung des Gemeinsinns eine wesentliche Zutat dar. „Es geht nicht um Einzelne. Jeder muss sich einordnen“, betonte der Trainer, der nach seiner Rückkehr aus dem Wanderurlaub in Südtirol aber erst mit der Mannschaft reden wolle, bevor er die Ergebnisse seines „Hinterfragens“ preisgebe.

Marvin Pourié ist eine besonders sensible Personalie

Ohne dass der KSC-Trainer auf Namen einging, war doch klar, dass die sportliche Leitung auch über Marvin Pourié nachdachte. Diese Personalie ist besonders sensibel, denn der Aufstiegsgarant ist mit seiner Situation als Reservist lauter unzufrieden als andere. Ob Schwartz daneben während der 24-tägigen Vorbereitung die Torwartfrage stellen wird, ließ er offen.

Benjamin Uphoff hatte bei den Niederlagen gegen Fürth (1:5) und Wiesbaden (0:1) gepatzt. Marius Gersbeck hatte keine Forderungen gestellt. Die Vierer-Abwehrkette vor Uphoff, im Kern während der Runde unverändert, strahlte auch keine Ruhe aus.

Es wird darauf ankommen, dass die Mannschaft „zur defensiven Stabilität zurückfindet und auch nach vorne mehr Mut zeigt“, umriss Clubchef Ingo Wellenreuther das, was er sich vorstellt. Die sportliche Leitung sei am Zug, Korrekturen dort vorzunehmen, wo die Dinge zuletzt offenkundig nicht mehr passten.

Ambitionen des KSC auf dem Transfermarkt bleiben unklar

Unklar bleiben Ambitionen des KSC auf dem Transfermarkt. „Es ist nicht entschieden, ob wir etwas machen. Einen konkreten Spieler haben wir nicht im Blick“, sagte Schwartz. Man sei „nicht auf Rosen gebettet“ und müsse sich auch deshalb mit Blick auf Konkurrenten warm anziehen. So will der erste Gegner Dynamo Dresden 1,7 Millionen Euro für frisches Personal aufbringen.

Am Freitag verpflichtete Dynamo bereits auf Leihbasis jeweils bis Saisonende die Offensivkräfte Patrick Schmidt vom 1. FC Heidenheim und Marco Terrazzino vom SC Freiburg, den Trainer Markus Kauczinski aus gemeinsamen Zeiten im Wildpark kennt. Kreuzer sieht keinen Anlass, um zwingend etwas zu tun.

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Wie erklärt, halte man die Augen nach jemandem offen, der Kyoung Rok-Choi ersetzen könnte. „Aber hängend oder als Neuneinhalber quasi könnte auch Marco Djuricin spielen“, meint Kreuzer, der zugibt, dass es für Justin Möbius Anfragen gab.