Bei der Radmesse des ADFC berichtet Maximilian Semsch von seiner Radtour mit Jens Weißflog
Bei der Radmesse des ADFC berichtet Maximilian Semsch von seiner Radtour mit Jens Weißflog | Foto: PR

Fahrradfahren in Karlsruhe

Premiere im Tollhaus: Erste Rad- und Reisemesse des Karlsruher ADFC

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Erst der Umzug von der Kronenstraße in die Südweststadt, dann die Organisation einer ersten eigenen Radreisemesse: Der Karlsruher Kreisverband des ADFC beschreitet derzeit neue Wege. „Die Idee einer eigenen Fahrradmesse haben wir von anderen Verbänden übernommen. Aber es hat ein bisschen gedauert, bis wir das Vorhaben in die Tat umsetzen können“, sagt der Karlsruher ADFC-Geschäftsführer Christian Büttner.

Am Sonntag, 16. Februar, ist es nun soweit: Zwischen 11 und 17 bekommen die Besucher der 1. ADFC Rad- und Reisemesse Karlsruhe im den Veranstaltungssälen des Kulturzentrums Tollhaus ein abwechslungsreiches Tagesprogramm geboten.

„Das Tollhaus ist für unsere Zwecke geradezu ideal“, betont Büttner. Der Grund: Im Foyer und im großen Saal gibt es genügend Platz für die Informationsstände von Radläden und Tourismusorganisationen. Und im kleinen Saal gehen parallel zu der Radausstellung die Fachvorträge von Maximilian Semsch und Sergio Menzi über die Messebühne.

„Vorträge wäre Eintrittsgeld alleine wert“

„Eigentlich wäre jeder dieser einstündigen Vorträge das Eintrittsgeld schon alleine wert“, sagt Büttner. Reisefotograf Semsch berichtet um 11.30 Uhr unter dem Motto „Abenteuer Deutschland“ von seiner Tour durch sämtliche 16 Bundesländern und den Gesprächen mit den Leuten vor Ort.

Um 15 Uhr schildert Semsch dann seine Erlebnisse auf der 3.500 Kilometer langen Radtour vom Schwarzwald entlang des Donauradwegs bis zum Schwarzen Meer.

Um 13.30 Uhr gibt es Menzis Vortrag „Durchtreten – Mit fünf Fahrrädern und einem Anhänger“, ein mit zahlreichen Fotografien untermalter Erlebnisbericht über eine einjährige Familienradtour durch zahlreiche europäische Länder.

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Kunstradfahrer bestreiten Rahmenprogramm

Zwischen den Vorträgen sorgen die Kunstradfahrer des RMVE Rüppurr für die optischen Höhepunkte der Fahrradmesse.

Die Einradgruppe des RMVE ist außerdem für das Kinderprogramm zuständig. Deshalb können die kleinen Messebesucher während des Aktionstags einen Balanceakt auf einrädrigen Zirkusgefährten wagen.

Radreisen liegen im Trend

„Mit der Messe besetzen wir gleich mehrere Trendthemen“, sagt Büttner. Zum einen gebe es derzeit eine große Nachfrage nach modernen Fahrradkonzepten wie Lastenrädern, Pedelecs oder E-Bikes. Zum anderen erlebe der Radtourismus in Süddeutschland seit einigen Jahren einen echten Boom.

Ein Grund für diese Entwicklung ist nach Büttners Einschätzung die steigende Zahl der Pedelecs. Dadurch können auch ältere oder weniger austrainierte Freizeitfahrer problemlos Tagesetappen von 50 Kilometer sowie die eine oder andere Steigung überstehen.

In den meisten Tourismusregionen sind Fahrradfahrer laut Büttner zudem eine überaus interessante und willkommene Klientel. „Wer sich an der frischen Luft bewegt, bekommt Hunger und muss irgendwann einkehren“, sagt Büttner. Und beim Essen und Trinken ließen Wochenendtouristen immer noch das meiste Geld in den jeweiligen Urlaubsregionen.