Beistand von der Seitenlinie: Brandon Conley (rechts) feuert seine Teamkollegen von den PSK Lions an. | Foto: GES

Zeichen im Abstiegskampf

PSK Lions atmen kräftig durch

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Die PSK Lions drehen zum Jahres-Start mächtig auf und schöpfen frischen Mut im Abstiegskampf. Allerdings fehlt dem Karlsruher Basketball-Zweitligisten vorerst KC Ross-Miller. Der Spielmacher kristallisierte sich zuletzt als wichtigste Figur im Gefüge der Lions heraus.

Die Erleichterung, die sich wie ein Band von der Halle in die Kabinengänge der Europahalle schlängelte, hatte fast schon euphorische Züge. Die Basketballprofis der PSK Lions feixten, Abteilungsleiter Danijel Ljubic stand das Grinsen im Gesicht und Ivan Rudez nahm sichtbar zufrieden die Glückwünsche seines Gegenübers entgegen.

„Wir haben die Maschine angeschmissen“, sagte Lions-Chefcoach Rudez nach dem fulminant-gelungenem Jahresauftakt. Mit 99:76 fegte der abstiegsbedrohte Karlsruher Zweitligist über die Gladiators Trier hinweg und tankte damit Selbstvertrauen für den Klassenkampf. „Das war das perfekte Spiel zum perfekten Zeitpunkt“, frohlockte Rudez.

Lions gelingt der zweite Erfolg in Serie

Dem versöhnlichen Jahresausklang 2019 mit dem Heimsieg über den direkten Konkurrenten FC Schalke ließen die Lions nun also den zweiten Sieg folgen und nährten damit ihre Hoffnungen, sich mit einer Serie aus dem Tabellenkeller befreien zu können. Dass in Trier ein Gegner aus der oberen Hälfte des Klassements niedergerollt wurde, ließ die Lions-Brust noch ein Stückchen stärker anschwellen an diesem Abend.

Die Gäste waren mit der Empfehlung von sechs Erfolgen in Serie angereist – standen dem energiegeladenen Spiel der Lions aber machtlos gegenüber. „Auf die Athletik der Karlsruher hatte meine Mannschaft keine Antwort“, sagte Gladiators-Coach Christian Held.

Wir haben ein Signal an die Liga gesendet

„Wir haben ein Signal an die Liga gesendet“, fand Daniel Norl. Der oftmals gescholtene Deutsch-Amerikaner zeigte sein bislang stärkstes Spiel im Lions-Dress, war mit 23 Punkten bester Werfer. Entscheidende Figur aber war Spielmacher KC Ross-Miller, dem nicht nur Rudez „ein sehr gutes Spiel“ attestierte.

Der US-Amerikaner, der am Samstag seinen 29. Geburtstag feierte, war Dreh- und Angelpunkt im Lions-Spiel, glänzte als Taktgeber, Schütze (15 Punkte) und Vorlagengeber (zehn Assists). Ross-Miller, der im November nachverpflichtet wurde, könnte der entscheidende Baustein in der neuen Statik des Löwen-Rudels sein – allerdings fehlt er dem Club vorerst.

Ross-Miller fehlt aus familiären Gründen

Am Montag flog der Shooting-Guard nach Hause in die USA zu seinem schwer kranken Vater. Am Freitag in Nürnberg und am Sonntag zuhause gegen Paderborn wird also Rookie-Guard Marcus Stroman verstärkt in der Pflicht sein. Ob Filmore Beck (Daumen-Verletzung) wieder mitmischen kann, war noch ungewiss.

Hoffnung macht den Lions-Verantwortlichen, dass auch die zwei weiteren Nach-Verpflichtungen Bryan Coleman und Brandon Conley überzeugten. Vor allem Kraftpaket Conley tat dem Spiel der Lions gut, die von Beginn an gegen Trier hellwach waren und sich ab dem zweiten Viertel in einen Offensiv-Rausch spielten.

Beim 75:52 war die Partie schon Ende des dritten Viertels quasi entschieden, dem sich anschließenden Schaulaufen fehlte dann nur die Krönung. Dass die 100er-Marke aber nicht geknackt wurde, bot hernach nur Anlass für manch eine Neckerei.

Doppelpack in Nürnberg und gegen Paderborn

Weiter geht es für die PSK Lions mit einem Doppelpack: Am Freitag (10. Januar, 19.30 Uhr) gastieren die Karlsruher Korbjäger bei den Nürnberg Falcons, am Sonntag (12. Januar, 17.30 Uhr) sind die Baskets Paderborn zu Gast in der Europahalle. Das bietet den Lions die Möglichkeit zur schnellen Revanche – kurz vor Weihnachten hatte das PSK-Rudel in Paderborn mit 97:112 verloren.