Nach fünf Niederlagen unter Druck: Coach Ivan Rudez und die PSK Lions. | Foto: GES

Basketball

PSK Lions kämpfen gegen Abwärtstrend

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Die PSK Lions stehen nach fünf Niederlagen in Serie unter Druck. Am Donnerstag und Sonntag bekommt es der Karlsruher Basketball-Zweitligist mit zwei noch schlechter gestarteten Teams zu tun. Unabhängig vom Ausgang wird personell wohl noch einmal nachjustiert.

Nach den zwei Auftaktsiegen geht es für die PSK Lions in der Tabelle nur noch in eine Richtung: abwärts. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Karlsruher Basketballer im Ranking der Ballverluste Spitzenreiter sind. Die 117 Turn-over illustrieren ein markantes Problem der Mannschaft von Trainer Ivan Rudez, die sich in den bisherigen Begegnungen immer nur phasenweise als zweitligatauglich erwiesen hat. Fünf Niederlagen in Serie lasten schwer auf den Lions-Gemütern. „Deutliche Schwächen“ hat PSK-Abteilungsleiter Danijel Ljubic im Spiel der Karlsruher ausgemacht. Die Konsequenz: Der Club wird wohl nachjustieren.

Lions fehlt ein Leistungsträger

„Es fehlt ein Leistungsträger“, stellt Ljubic mit Blick auf die bislang insgesamt ungenügenden und zu wenig konstanten Darbietungen der Lions-Profis fest: „Wir haben nie ein Spiel dominieren können.“ Als Lehre aus der vergangenen Saison, in der die Lions im Frühjahr erhebliche Rotations-Probleme hatten, haben die Karlsruher ihr Team für diese Runde bekanntlich breiter aufgestellt. Weil das Budget der Lions aber enge Rahmen hat, ging das auf Kosten von Erfahrung und Qualität.

Dazu kommt: Bis auf den einigermaßen soliden Rookie-Guard Marcus Stroman überzeugten die Neuzugänge allenfalls stellenweise. Jeremy Dunbar, Daniel Norl oder Justin Gordon konnten die in sie gesetzten Erwartungen bislang nicht erfüllen. Norl und Gordon haben noch sichtbar Probleme in der für sie neuen Liga. Kapitän Orlando Parker trat bislang ebensowenig konstant auf wie Filmore Beck. Den besten Gesamteindruck hinterließ bislang Center Maurice Pluskota – nicht umsonst zwölftbester Akteur im Einzel-Ranking der Liga.

Coach Rudez sieht ein Mentalitätsproblem

Coach Rudez, der noch das Vertrauen der PSK-Verantwortlichen genießt, sieht auch ein Mentalitätsproblem in seinem Team. „Wir sind immer noch zu nett. Wenn das Spiel beginnt, ist es eine Schlacht. Und nette Jungs gewinnen nicht“, sagt der Kroate, der gleichwohl an seine Mannschaft glaubt. „Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können. In Trier und auch über drei Viertel des Spiels in Jena“, betont Rudez. Allerdings erwartet der Basketball-Lehrer speziell von den Neuzugängen mehr Konstanz in den Auftritten.

„Der Druck ist hoch“, sagt Rudez vor dem wichtigen Doppelpack an diesem langen Wochenende und der Auswärtspartie in Kirchheim in zehn Tagen. An diesem Donnerstag (19.30 Uhr) gastieren die Lions bei den Artland Dragons, am Sonntag (17.30 Uhr) kommt Aufsteiger Panthers Schwenningen in die Karlsruher Europahalle – beide Teams stehen wie auch Kirchheim mit bislang nur je einem Sieg noch schlechter da als die Lions. Die Partien sieht Rudez als „Charakter-Test“ für sein Team an.

Personelle Korrekturen im November zu erwarten

Ungeachtet der Ergebnisse aus den Kellerduellen, wird der Club im November aber wohl auf den schwachen Start personell reagieren. Der Glaube, dass dem Team in der jetzigen Zusammensetzung eine nachhaltige Wende gelingen kann, schwand zuletzt merklich.