Duell auf Augenhöhe: Lions-Center Josh Nzeakor gegen Yasin Kolo von den Panthers Schwenningen. | Foto: GES

Basketball

PSK Lions kassieren herben Rückschlag gegen Schwenningen

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Die PSK Lions haben in der Zweiten Basketball-Bundesliga einen herben Rückschlag eingesteckt. Gegen Aufsteiger Panthers Schwenningen verloren die Karlsruher am Sonntag mit 79:82 (38:38).

Der 86:73-Erfolg bei den Artland Dragons, mit dem die Lions erst am Donnerstag ihre Niederlagenserie beendet hatten, ist damit schon wieder verpufft.

Die PSK Lions müssen nach der sechsten Saisonniederlage ihre Blicke in der Tabelle damit weiter nach unten richten. Die Hoffnungen, nach dem wichtigen Erfolg beim Tabellenletzten Artland, vor eigenem Publikum nachlegen zu können, erfüllten sich nicht. Insgesamt zu fehlerhaft und zu wenig konstant agierte die Mannschaft von Trainer Ivan Rudez, um die Gäste dauerhaft in Bedrängnis bringen zu können.

Pluskota findet überhaupt nicht ins Spiel

Ein Problem auf Karlsruher Seite war, dass ihr bislang beständigster Akteur einen rabenschwarzen Abend erwischte. Center Maurice Pluskota, beim Sieg gegen die Artland Dragons noch Matchwinner, fand überhaupt nicht ins Spiel.

Center-Kollege Josh Nzeakor konnte diesen Ausfall nur in kurzen Phasen des Spiels kompensieren. Mit 18 Punkten war Daniel Norl bester Lions-Akteur. Norl war es aber auch, der mit einem Fehlpass in den Schlusssekunden die letzten Karlsruher Hoffnungen begrub.

Der Aufsteiger aus Schwenningen war in der Europahalle zunächst etwas besser in die Partie gekommen und lag in einem ausgeglichenen Duell fast im ganzen ersten Viertel knapp vorne. Lions-Aufbauspieler Marcus Stromann besorgte dann aber in der Schluss-Sekunde von der Freiwurflinie aus die knappe Viertel-Führung (18:16) für die Lions.

In der auch im zweiten Viertel punktearmen Partie verpassten es die Lions zunächst, ihren Vorsprung auszubauen. Die mäßige Wurfquote und kaum Offensivrebounds machten es den Gästen zu einfach, dranzubleiben. Mit einem 9:0-Lauf verschafften sich die Lions in der Folge jedoch erstmals richtig Luft (33:24).

Maurice Pluskota überragte beim Erfolg der PSK Lions bei den Artland Dragons.
Maurice Pluskota überragte beim Erfolg der PSK Lions bei den Artland Dragons. Dieses Mal fand er überhaupt nicht ins Spiel. | Foto: GES

Lions mit Defiziten im Rebound

Schwenningen allerdings kam wieder heran – nicht zuletzt, weil sich die Lions die eine oder andere Schludrigkeit im Offensivspiel leisteten. Statt mit einer beruhigenden Führung ging es so unentschieden in die Halbzeitpause. In letzter Sekunde schenkte Jaren Michael Lewis den wankelmütigen Hausherren, die vor allem im Rebound Defizite zeigten, noch einen Dreier zum 38:38 ein.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Lions völlig von der Rolle. Schwenningen nutzte die Schwächephase der Karlsruher, zog schnell auf sieben Punkte davon. Die fällige Auszeit-Ansprache von Lions-Coach Rudez fruchtete dann nur kurzzeitig, denn in der jetzt hektischen Partie blieb in der Folge vieles Stückwerk im Spiel der Karlsruher. Immerhin: Bis zum Ende des dritten Durchgangs kämpfte sich das PSK-Rudel auf 57:57 heran.

Schwenningen bringt Vorsprung über die Zeit

Im Schlussviertel brachten sich die Lions mit zwei folgenschweren Ballverlusten schnell selbst in Nöte. Schwenningen nutzte das aus, stellte von 63:63 auf 68:63. Und weil  die Lions in der Folge vorne immer wieder freie Würfe liegen ließen, wuchs der Rückstand weiter an.

In den zerfahrenen Schlussminuten versuchten die Lions lange Zeit vergeblich, das Momentum noch einmal auf ihre Seite zu ziehen. Letztlich zu spät kamen die Hausherren doch noch ran – Schwenningen brachte seine Führung aber über die Zeit.

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