Beherzter Auftritt: Lions-Profi Daniel Norl (rechts) im Zweikampf mit dem Bremerhavener Anthony Canty. | Foto: GES

Sieg gegen Bremerhaven

PSK Lions liefern überragenden Kampf ab

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Die PSK Lions haben mit einer überragenden kämpferischen Leistung den Tabellenzweiten Eisbären Bremerhaven am Freitagabend mit 86:83 bezwungen und damit ihre Chancen im Abstiegskampf der Zweiten Basketball-Bundesliga deutlich verbessert. Überragender Mann auf Seiten der Karlsruher war in der Europahalle Daniel Norl.

Wegweisenden Charakter hat nun das kommende Spiel der Lions am Mittwoch (19.30 Uhr) beim direkten Konkurrenten und Tabellenvorletzten FC Schalke. Nach dem Sieg gegen Bremerhaven haben die Lions vier Punkte Vorsprung vor den Gelsenkirchenern, die in Karlsruhe knapp mit 78:74 von den Lions bezwungen worden waren.

Conley rechtzeitig fit gegen starke Gäste

Gegen Bremerhaven konnte das Trainer-Duo der Lions auch auf den zuletzt angeschlagenen Brandon Conley setzen. Der bullige US-Amerikaner stand denn auch gleich in der Startformation der Hausherren, die schnell einem Rückstand hinterherlaufen mussten (5:15/5. Minute).

Während die Lions fast alle ihre Würfe liegen ließen, zeigten sich die Gäste abgezockt, trafen aus der Distanz und zogen ein Foul nach dem anderen. Mit viel Einsatz und Willen lehnten sich die Lions in der Folge gegen die Bremerhavener Überlegenheit auf, ins zweite Viertel ging es dennoch mit einem recht klaren Rückstand (21:30).

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Im zweiten Abschnitt kamen die Lions durch zwei verwandelte Freiwürfe von Maurice Pluskota zunächst weiter heran (23:39), ermöglichten im Gegenzug aber unter anderem durch einen fatalen Ballverlust den Eisbären einen Doppelschlag.

Norl wirft die Lions zurück ins Spiel

Die PSK-Korbjäger ließen sich aber auch in der Folge nicht abschütteln, zeigten ein beherztes Spiel. Der zwischenzeitliche Lohn: Nach drei Distanztreffern in Serie von Daniel Norl und einem erzwungenen Korbleger von Rookie-Guard Marcus Stroman plus Freiwurf war der Rückstand zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit plötzlich auf drei Punkte geschmolzen (37:40).

Nach zwei weiteren erfolgreichen Versuchen Stromans von der Freiwurflinie war es sogar nur noch ein Zähler – ehe die nun wankenden Eisbären aus der Distanz dann mal wieder eine passende Antwort parat hatten. Doch die Lions blieben dran, Filmore Beck brachte die Badener Sekunden vor der Pause auf 44:45 heran.

Conley sorgt für die erste Lions-Führung

Conley besorgte zum Start der zweiten Halbzeit die erste Lions-Führung an diesem Abend (46:45), Norl legte aus der Distanz umgehend nach. Das Momentum war nun aufseiten des Außenseiters.

Während bei den Eisbären die Würfe nicht mehr fielen, bauten die auch defensiv immer stärker werdenden Lions ihre Führung unter anderem dank einem Dreier-Kracher von Beck und einem Parker-Treffer nach fantastischem Spielzug bis Mitte des Viertels auf zehn Punkte aus (58:48).

Karlsruher Korbjäger in der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe

Und immerhin noch vier Zähler (65:61) waren es zu Beginn des Schlussviertels einer jetzt intensiven Partie, in der die Eisbären mit Macht versuchten, das Spiel wieder auf ihre Seite zu ziehen. Die Lions aber hielten bravurös dagegen und die Gäste immer etwas auf Distanz.

Vier Minuten vor dem Ende glichen die Eisbären dann erstmals wieder aus. Kapitän Parker und Norl waren es in dieser Phase, der die Lions im Spiel hielten gegen nun wieder deutliche stärker agierende Gäste. Am Ende wurde es ein Krimi – mit glücklichem Ende für die Lions.