Warten weiter auf ihr erstes Erfolgserlebnis als Chef-Duo: Die Lions-Trainer Drazan Salavarda (links) und Samuel DeVoe. | Foto: GES

Enttäuschung im Basketball

PSK Lions unterliegen gegen Jena trotz beherzter Aufholjagd

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Die Lage für die PSK Lions in der Zweiten Basketball-Liga spitzt sich zu. Nach der Niederlage gegen Science City Jena stecken die Karlsruher tief im Tabellenkeller fest. Hoffnung machte allein der Kampfgeist der Lions im Spiel gegen den Tabellendritten.

Weil es der letzte Eindruck ist, der zählt, verließen die Basketballfans die Europahalle am Samstagabend doch noch mit einer Portion Zuversicht. Zwar hatten die abstiegsbedrohten PSK Lions beim 82:89 (37:47) gerade gegen Science City Jena die nächste Niederlage eingesteckt.

Doch die starke, wenn auch erfolglose Aufholjagd gegen den spielerisch überlegenen Tabellendritten der Zweiten Liga nährte die Hoffnungen, dass der Kampf gegen den Abstieg noch nicht verloren ist. „Natürlich: Für uns zählen nur Punkte“, sagte Trainer Drazan Salavarda, gleichwohl habe die Mannschaft nach dem großen Rückstand anfangs der zweiten Halbzeit große Moral bewiesen und „richtig gut gespielt“.

Qualität von Jena zu groß

Dass das nicht reichte, um das ersehnte Erfolgserlebnis feiern zu können, das lag vor allem an der Qualität des Gegners. Und auch daran, dass die Lions auf der Aufbau-Position durch den Ausfall von KC Ross-Miller zu dünn besetzt sind. Rookie Marcus Stroman bot gegen die Thüringer mit 17 Punkten und fünf Assists zwar eine ansprechende Leistung. „Es fehlt aber ein Back-up“, stellte Salavarda fest.

Jena hatte in dem Spiel stets die Nase vorne und den Lions in der ersten Hälfte vor allem unterm Korb den Zahn gezogen. 12:24 stand zur Pause in der Rebound-Statistik geschrieben. „Sie kamen immer wieder zu zweiten Chancen“, urteilte Salavarda, der nach der Beurlaubung von Ivan Rudez vor einer Woche zusammen mit Samuel DeVoe das wankelmütige Lions-Rudel zum Klassenverbleib führen soll.

Konkurrent Artland Dragons siegt

Doch weil es unter der Woche eine Pleite beim Aufsteiger Schwenningen setzte und am Wochenende der unmittelbare Konkurrent Artland Dragons zu einem hauchdünnen Erfolg über Leverkusen kam, haben sich die Chancen der PSK-Korbjäger erst einmal weiter verschlechtert.

Stand jetzt steigen drei Teams aus der Liga ab, eines davon wir das abgeschlagene Schlusslicht Ehingen sein. Daneben scheint es aktuell auf die Formel „drei aus zwei“ hinauszulaufen. Jedenfalls sind die Lions, Artland und der FC Schalke die drei Clubs, die sich die größten Sorgen machen müssen.

Drei oder zwei – das ist im Abstiegskampf der Zweiten Basketball-Liga Pro A die Frage, die auch und gerade für die PSK Lions von Bedeutung ist. Aktuell kann sie aber nicht mit letzter Gewissheit beantwortet werden.
Da den Nürnberg Falcons aus Lizenz-Gründen im Sommer 2019 der Aufstieg in die BBL verwehrt geblieben war, spielen diese Saison 17 Teams in der Liga. Die Spielordnung sieht vor, dass es bei mehr als 16 Mannschaften drei Absteiger gibt. Allerdings gibt es Überlegungen, dies zu ändern, um bei zwei Absteigern bleiben zu können. Entsprechende „Überlegungen und Gespräche“ bestätigte die Liga auf Anfrage. Wie diese aussehen, ist unklar. Auf jeden Fall sollen nächste Saison wieder die gewohnte Anzahl von 16 Teams an den Start gehen.

 

Vor dem brisanten Endspurt können die Lions, die kommendes Wochenende spielfrei sind, jetzt Kraft tanken und das neue Trainer-Duo an Taktik und System arbeiten. Erst einmal sollen die Profis aber den Kopf freibekommen, „wir haben ihnen drei Tage frei gegeben“, sagte Salavarda. Das acht Partien umfassende Restprogramm startet dann am 29. Februar bei Phoenix Hagen, im März geht es auch gegen Schalke und Artland.