Justin Gordon und die PSK Lions unterlagen Vize-Meister-Nürnberg. | Foto: GES

Basketball

PSK Lions unterliegen Nürnberg mit nur einem Punkt

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Die PSK Lions haben die dritte Niederlage binnen einer Woche kassiert. Nach dem Debakel gegen die Tigers Tübingen und dem knapp verpassten Coup bei Science City Jena unterlagen die Karlsruher Zweitliga-Basketballer zuhause  den Nürnberg Falcons hauchdünn mit 85:86 (41:46).

Die PSK Lions gestalteten die Partie am Samstagabend gegen den Vize-Meister der Vorsaison, dem die BBL-Lizenz dann verweigert worden war, weitgehend auf Augenhöhe.

Nach der Pause fand der Karlsruher Basketball-Zweitligist trotz einer kämpferisch guten Leistung vor 1015 Zuschauern in der Europahalle aber zu lange kein wirkungsvolles Mittel gegen gut verteidigende Nürnberger. Das starke Aufbäumen zum Schluss blieb dann unbelohnt. Bester Lions-Profi war Daniel Norl mit 14 Punkten.

Gedenken an Opfer von Halle

Vor der Partie wurde wie bei allen übrigen Partien dieses Spieltages den zwei Todesopfern der rechten Terror-Attacke in Karlsruhes Partnerstadt Halle vom Mittwoch gedacht.  „Wir möchten in diesen schweren Stunden unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gegenüber den Hinterbliebenen der Opfer ausdrücken und den Opfern dieser grausamen Tat gedenken“, erklärte die Liga, die für eine interkulturelle und weltoffene Gesellschaft warb.

Als es dann losging, waren die PSK Lions anders als in den Partien gegen Tübingen und in Jena gleich drin im Spiel. Mit überwiegend aufmerksamer Defensiv-Arbeit und immer wieder schnell vorgetragenen Angriffen bereiteten die Hausherren den Franken Probleme.

Und hätten die Lions beim Abschluss noch mehr Konsequenz walten lassen – die Führung zur ersten Viertelpause wäre wohl höher ausgefallen. So ging es nur mit einem Zähler Vorsprung in den zweiten Abschnitt (22:21).

Nürnberg profitiert von Fehlentscheidung

Und auch im  zweiten Viertel blieb es eng: Erst schnappten sich die Falcons die Führung, dann konterten die Lions dank Dreiern von Jeremy Dunbar und Filmore Beck sowie einem Dunk von Kapitän Orlando Parker mit einem 8:0-Lauf (30:24). Die Führung war jedoch schnell wieder weg – und blieb es auch bis zur Halbzeit (41:46).

Dabei profitierten die Nürnberger auch von einer Fehlentscheidung der drei Unparteiischen, die beim Falcons-Angriff zum zwischenzeitlichen 40:36 ein klares Foulspiel übersahen.

Lions-Coach Ivan Rudez, der sich heftig beschwerte, kassierte in der Folge ein technisches Foul und sein Team war in der Folge erst einmal von der Rolle. PSK-Guard Marcus Stromann hielt seine Mannschaft schließlich mit fünf Punkten im Rennen.

Lions machen es noch einmal spannend

Nürnberg blieb nach der Pause zunächst tonangebend, agierte zielstrebiger und strukturierter.  Die PSK Lions spielten oftmals zu kompliziert, leisteten sich auch den einen oder anderen folgenschweren Fehlpass. Die kämpferische Leistung aber stimmte – so blieb der Rückstand bis zur letzten Viertelpause einigermaßen konstant  (58:65).

Im Schluss-Abschnitt steckten die Lions  nie auf und machten es im Endspurt auch noch mal richtig spannend, holten den Rückstand fast auf. Aber letztlich wusste Nürnberg immer eine Antwort und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen – auch weil Norls letzter Wurf beim Stand von 85:86 sein Ziel verfehlte.

Jetzt geht es zu den Eisbären

Am Sonntag (20. Oktober) spielen die Lions nun beim BBL-Absteiger Eisbären Bremerhaven. Das nächste Heimspiel in der Europahalle steigt am Samstag, 26. Oktober (19.30 Uhr) gegen die Bayer Giants Leverkusen.