Kein Rezept gegen die Paderborner Übermacht: Lions-Trainer Ivan Rudez. | Foto: GES

Basketball

Krachende Heimniederlage: PSK Lions verlieren gegen Paderborn

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Die Hoffnungen der PSK Lions, sich am Doppel-Spieltag in der Zweiten Basketball-Bundesliga, weiter Luft im Tabellenkeller verschaffen zu können, haben sich krachend zerschlagen. Im Heimspiel gegen Baskets Paderborn erlebten die Lions am Sonntag ein Debakel.

Nach der knappen 79:82-Niederlage am Freitagabend bei den Nürnberg Falcons, bei der die Karlsruher noch eine gute Leistung gezeigt hatten, präsentierten sich die Lions am Sonntag ihrem Heim-Publikum bei der 95:114(36:58)-Pleite in bedenklicher Verfassung.

Erst kurz vor Weihnachten hatten die PSK Lions in Paderborn mit 97:112 verloren. Und beim schnellen Wiedersehen liefen die Niedersachsen erneut heiß. Die Lions dagegen agierten über weite Strecken wie ein Absteiger.

Den Badenern fehlte zwar  Spielmacher KC Ross-Miller, der bei seinem schwer kranken Vater in den USA ist. Als Entschuldigung für einen derart vogelwilden Auftritt kann das aber nicht herhalten – zumal die Lions auch in Nürnberg schon ohne Ross-Miller auskommen mussten.

Paderborn läuft früh heiß

Den klar besseren Start hatten vor den offiziell 1089 Zuschauern in der Europahalle die Gäste aus Paderborn erwischt, die die Lions früh mit drei Distanz-Treffern in Serie schockten und auch sonst den deutlich zielstrebigeren Eindruck hinterließen.

Auf Seiten der Hausherren hielt zunächst allein Bryan Coleman die Lions in dieser Phase einigermaßen im Spiel. Ansonsten gelang dem PSK-Rudel allerdings: fast nichts. Von elf Dreier-Versuchen landeten nur zwei im Ziel.

Riesiger Rückstand zur ersten Viertelpause

Die bittere Zwischen-Quittung war ein eklatanter Rückstand schon zu ersten Viertelpause (15:29). Diese Hypothek lastete schwer auf den Schultern der Lions-Profis. Diese zeigten sich im zweiten Abschnitt zwar bemüht, aber im Angriff zu oft überhastet und in der Verteidigung weiterhin viel zu offen.

Trainer Ivan Rudez reagierte mit vielen Wechseln auf den kollektiv schwachen Vortrag seiner Mannschaft, dem Spielfluss war aber auch das nicht zuträglich. Derweil trafen die Paderborner unerbittlich und schier ungehindert aus allen Lagen.

Fettes Minus zur Halbzeit-Pause

Die Halbzeit-Rechnung für die Lions wies daher ein noch fetteres Minus auf als nach den ersten zehn Minuten. Mit einem Rückstand von 22 Punkten ging es in die Kabine. Da fiel auch dem Hallensprecher nicht mehr als ein resigniertes „Puh!“ ein.

Die vage Karlsruher Hoffnung auf ein mittelgroßes Wunder zerschlugen sich nach der Pause schnell. Zwar fand nun der eine oder andere Dreier der Lions den Weg in den Korb. In der Verteidigung aber gelang es den Gastgebern weiter nicht, Paderborn zu stoppen.

So wuchs der Rückstand bis zur letzten Viertelpause auf 61:97 an und war die 100er-Marke durch die Gäste früh im letzten Abschnitt geknackt. Zum Glück für die Karlsruher, ließen es die Paderborner in der Folge aber deutlich ruhiger angehen.

Weiter geht es für die PSK Lions am Sonntag, 19. Januar (16 Uhr) bei den Rostock Seawolves – einem direkten Konkurrenten der Karlsruher im Kampf gegen den Abstieg.