Florent Muslija traf zum KSC-Sieg. | Foto: GES

Muslija schlenzt zum Sieg

Revanche geglückt: KSC holt ersten Saisondreier

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Für den Karlsruher SC hat sich die Auswärtsfahrt nach Köln zur Fortuna gelohnt. Mit dem 1:0 (0:0)-Sieg holt sich der KSC den ersten Dreier der aktuellen Drittligasaison.

Als Zuschauer im Südstadion hatte Ex-KSC-Topstürmer Rouwen Hennings, aktuell bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag, das Spiel verfolgt und wahrscheinlich seinen Ex-Kollegen die Daumen gedrückt, die 0:4-Pleite von vergangener Saison vergessen zu machen.

Auf dem Platz stand Marc Lorenz statt Saliou Sané in der Startelf der Badener und Coach Alois Schwartz hoffte, dass seine Mannschaft besser Fußball spiele, als gegen Zwickau. „Vielleicht war die Mannschaft zu selbstgefällig“, vermutete er, dass seine Jungs sich durch die gute Vorbereitung hatten täuschen lassen.

Ausgeglichene Startphase

Gegen Köln sollte das ganz anders werden, so der Plan. Der KSC war zwar nicht schlecht gestartet und Damian Roßbach (2.) leitete die erste Offensivaktion ein. Seine Flanke fand jedoch keinen Abnehmer.

Auch Köln arbeitete sich vors Tor von Benjamin Uphoff, gefährlich wurden die Hausherren allerdings noch nicht. Erst in der 6. Spielminute setzte sich Sebastian Schiek gegen Roßbach durch, scheiterte dann an Benjamin Uphoff, der keine große Mühe mit dem Schuss hatte.

Wanitzek angeschlagen

Den nächsten Schuss auf den Kasten von Kölns Keeper Nicolai Rehnen gab Thiede ab. Auf der anderen Seite war es allerdings noch knapper. Maik Kegel (14.) kam an David Pisot zu leicht vorbei und hämmerte die Kugel nur knapp am KSC-Tor vorbei.

Eine Schrecksekunde widerfuhr dem KSC, als der gefoulte Marvin Wanitzek (20.) liegen blieb und behandelt werden musste. Nachwuchsspieler Jannis Hanek lief sich warm, es ging jedoch bald weiter für den Standardspezialisten.

Nach 25 Minuten ließ etwas anderes den KSC-Fans ein wenig Angst werden: Moritz Hartmann schnappte sich die Kugel und leitete einen schnellen Angriff ein, legte zu Kwame Yeboah, der aber nicht richtig zum Abschluss kam. Köln bekam immer mehr Spielanteile, der KSC hatte Mühen, gefährlich zu werden.

Die Karlsruher kamen erst nach 32 Minuten per Standard vors Tor der Hausherren, Gefahr strahlte man aber weiter nicht aus. Manuel Stiefler (33.) lenkte den Freistoß von Wanitzek über den Kasten. Zu ungenau und unkreativ agierte man.

Beste Chance von Hartmann

Erst Martin Röser (35.) stellte Keeper Rehnen vor leichte Schwierigkeiten. Rösers Schuss hatte er erst im Nachfassen, bevor Stiefler zur Stelle war. Der KSC erhöhte den Druck und setzte sich in der Hälfte der Fortuna fest.

Die folgenden Standards jedoch verpufften. So auch bei Köln. Einen Freistoß aus rund 20 Metern knallte Kegel nur in die Mauer. Hartmann (45.+1) hatte dann die Führung auf dem Fuß. Uphoff parierte glänzend und verhinderte den Rückstand.

Bessere zweite Halbzeit

Die KSC-Fans unter den Zuschauern hofften auf mehr offensive Ideen ihrer Mannschaft. Die Chance kam in der 47. Minute. Die Hereingabe von Florent Muslija klärte Rehnen, der Ball landete bei Röser, dessen Schuss wurde jedoch auf der Linie geklärt.

Nach einem Solo von Scheu, kam auch Yeboah (51.) zu seiner Möglichkeit. Aus zu spitzem Winkel, traf er lediglich das Außennetz.

Beide Schlussmänner waren gefordert. Kölns vor allem nach dem nächsten Freistoß am Rande des Strafraum. Muslija knallte den Ball jedoch in die Mauer. Chance vertan.

Aber Köln war bei Weitem nicht eingeschüchtert. Scheu konnte unbedrängt in den Strafraum flanken, wo Yeboah (60.) der Ball aber versprang und über das KSC-Tor flog. Hartmann (68.) reihte sich ebenfalls ein, scheiterte aber an Uphoff.

Muslija trifft

Ein Missverständnis von Eberwein und Schiek kam dem KSC zu Gute, denn die beiden vergaben eine gute Möglichkeit, Köln in Front zu bringen.

Eine Viertelstunde vor Schluss durfte der KSC dann erst jubeln. Muslija tänzelte  in den Strafraum und schlenzte den Ball in Richtung Tor. Dort prallte er vom Innenpfosten ab zum 1:0.

Zwar hatte Hartmann (82.) noch seine Möglichkeit auszugleichen, schob den Ball aber am Tor vorbei und stand auch im Abseits. Dagegen konnte auch Fink seine Chance auf das 2:0 nicht nutzen.

Köln lief an, am ersten KSC-Sieg konnten die Hausherren jedoch nichts mehr ändern.

KSC: Uphoff, Roßbach, Gordon, Pisot, Thiede, Wanitzek, Stiefler, Muslija, Lorenz (74. Choi), Röser (74. Sané) , Pourié (83. Fink).