Knifflige Heimaufgabe: Filmore Beck (links) von den PSK Lions im Zweikampf mit Rostocks Donte Nicholas. | Foto: GES

Fünfte Heimpleite

Rostock verpasst PSK Lions den nächsten Tiefschlag

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Die PSK Lions haben im Abstiegskampf der Zweiten Basketball-Bundesliga den nächsten Rückschlag erlitten. Gegen den Tabellennachbarn Rostock Seawolves unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Ivan Rudez am Samstagabend nach ganz schwacher zweier Hälfte mit 79:94 (48:40). Es war im sechsten Heimspiel die fünfte Niederlage.

Gegen die mit höheren Ambitionen in die Runde gegangenen Gäste überzeugten die PSK Lions vor 1.000 am Ende bitter enttäuschten Zuschauern in der Europahalle allenfalls stellenweise. Unterm Strich war es trotz des zumindest teilweise hoffnungsvoll stimmenden Auftritts der Lions-Neuzugänge Brandon Conley und KSC Ross-Miller deutlich zu wenig, um den zweiten Sieg in Serie feiern zu können.

Vor zwei Wochen hatte das im Laufe des Novembers stark umgebaute Lions-Rudel in Ehingen einen souveränen Auswärtssieg gefeiert und damit dem Karlsruher Glauben an eine Trendwende Nahrung gegeben. Der erhielt nun einen kräftigen Dämpfer.

Lions ohne verletzten Coleman

Verzichten mussten die Lions gegen Rostock auf ihren dritten Neuzugang: Bryan Coleman stand wegen seiner im Training erlittenen Waden-Verletzung nicht mit auf dem Parkett. Dort hatten die Hausherren anfangs gleich große Probleme – schon nach zwei Minuten bat Rudez beim 0:7-Zwischenstand zur ersten Auszeit.

Ein Dunk von Maurice Pluskota (2:8) brachte die Lions dann langsam in die Spur. Das Lions-Spiel wurde zielstrebiger, die Defensive agierte jetzt wesentlicher konsequenter. Mitte des Viertels sorgte Orlando Parker  für die erste Karlsruher Führung (12:11).

Neuzugang Conley bringt Wucht ins Lions-Spiel

Die Lions waren mit Verspätung drin im Spiel –  nicht zuletzt dank der Wucht von Brandon Conley. Der in dieser Phase durchsetzungsstarke US-Center, den die Lions im November aus Wien geholt hatten,  kam bei seiner Heimpremiere alleine in den ersten zehn Minuten auf elf Punkte (am Ende waren es 21).

Die 24:20-Führung nach dem ersten Viertel bauten die PSK Lions zu Beginn des zweiten Abschnitts gleich durch einen Dreier von Filmore Beck weiter aus. Rostock bremste den Karlsruher Lauf anschließend aber. Das auch, weil ein unsportliches Foul von Conley für einen Bruch im Spiel der PSK-Korbjäger sorgte.

Kapitän Parker war es dann, der beim Stand von 32:36 mit zwei Distanz-Krachern den heißen Lions-Schluss-Spurt vor der Pause einleitete. Angeführt vom starken Shooting-Guard KC Ross-Miller distanzierten die Lions ihre Gäste binnen kurzer Zeit und verdienten sich so die Acht-Punkte-Führung zur Halbzeit.

Rostock kommt besser aus der Pause

Nach der Pause war der Lions-Flow wieder vorbei. Rostock kam mit frischer Energie aus der Kabine und verkürzte stetig, während es den Hausherren im Abschluss an Präzision und auch am nötigen Glück fehlte. Zwar meldete sich Mitte des Viertels Conley mal wieder mit einem Treffer zurück, das Momentum blieb aber auf Seiten der jetzt klar besseren Gäste.

Die Folge des schwachen dritten Viertels: Die PSK Lions gingen mit elf Punkten Rückstand (56:67) in die letzten zehn Minuten. Dort sorgten zunächst die Unparteiischen mit umstrittenen Foul-Entscheidungen gegen die Lions ein ums andere Mal für Ärger bei den Hausherren.

In dem hektischen Geschehen fiel es den ratlosen Karlsruhern schwer, das Spiel noch einmal auf ihre Seite zu ziehen. Den PSK Lions gelang es nicht mehr, die nun souverän agierenden Rostocker unter Druck zu setzen.

Am Mittwoch Derby gegen Heidelberg

Bereits am Mittwoch (11. Dezember, 19.30 Uhr) geht es für die Lions weiter – dann gastieren die Academics Heidelberg zum badischen Duell in der Europahalle. Abgeschlossen wird der adventliche Dreierpack für die Karlsruher Korbjäger am Samstag darauf beim Top-Club Niners Chemnitz. An Chemnitz waren die Lions in der Vorsaison im Play-off-Viertelfinale gescheitert.