Bester Löwe war bei der Niederlage in Rostock Niclas Sperber (rechts), dem 16 Punkte gelangen. | Foto: GES

Lions mit nächster Niederlage

Rumpf-Rudel unterliegt in Rostock

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Die PSK Lions verlieren bei den Rostock Seawolves das dritte Spiel in Folge. Die 70:80-Niederlage ist der nächste der Dämpfer im Abstiegskampf. Allerdings fehlten in Rostock gleich drei Akteure.

Die Erleichterung beim Rostocker Publikum ist hörbar gewesen. „Oh wie ist das schön“-Gesänge erschallten in der Stadthalle, als die letzten Sekunden der Partie der Seawolves gegen die PSK Lions liefen. Während die Hausherren einen „Big point“ im Abstiegskampf feierten, traf die Karlsruher Zweitliga-Basketballer Gesänge wie Resultat am Sonntagnachmittag schmerzhaft.

Personell dezimierte Lions: Pluskota und Dunbar mit Fieber im Bett

Die 70:80(35:44)-Pleite beim Mitkonkurrenten im Klassenkampf war für die allerdings personell arg dezimierten Lions der nächste Dämpfer und die dritte Pleite in Folge. An der Ostsee konnte Chefcoach Ivan Rudez nur auf ein Rumpf-Rudel zurückgreifen. Sowohl Jeremy Dunbar als Maurice Pluskota lagen mit Fieber im Bett, zudem fehlte erneut Spielmacher KC Ross-Miller.

Regisseur Ross-Miller, der bei seinem schwer kranken Vater in den USA weilt, wird an diesem Dienstag zurückerwartet und dürfte den Lions damit im wegweisenden Spiel am Samstag (19.30 Uhr) gegen den Tabellenletzten Ehingen zur Verfügung stehen.

Karlsruher Korbjäger starten solide in die Partie

In einem zähen Spiel waren die Gäste aus Karlsruhe im ersten Viertel das solidere Team. Und die Lions hatten in Kraftpaket Brandon Conley einen Mann in ihren Reihen, der in den ersten zehn Minuten mit zehn Punkten ein wenig den Unterschied ausmachte. Auch dank des US-Amerikaners gingen die PSK-Korbjäger mit einer 22:19-Führung in den zweiten Abschnitt.

Rostock war jetzt besser im Spiel, aufseiten der Karlsruher machte derweil der junge Niclas Sperber (Foto: GES) auf sich aufmerksam. Am Ende war der 23-Jährige mit 16 Punkten bester Löwe. Bis Mitte des zweiten Viertels konnte sich kein Team absetzen. Dann verloren die Badener in der Offensive den Faden, gleichzeitig drehte Rostocks Topscorer Grant Sitton auf. „Wir haben das Spiel im zweiten Viertel verloren“, urteilte PSK-Abteilungsleiter Danijel Ljubic.

Rostock gibt Pausenvorsprung nicht mehr her

Den Pausenvorsprung gaben die Rostocker nicht mehr her. Zwar verkürzten die Lions direkt nach der Halbzeit, blieben in der Folge jedoch minutenlang ohne Korberfolg. Erst gegen Ende des dritten Viertels kamen die Karlsruher wieder heran. Mit neun Punkten Rückstand (51:60) ging es in das Schluss-Viertel, in dem die Seawolves die Lions erfolgreich auf Distanz hielten.

PSK Lions: Sperber 16 Punkte/1 Dreier, Conley 14, Norl 13/3, Coleman 8/2, Beck 8/1, Parker 6, Stroman 3, Savic 2.