Bei dem Unfall hat es 17 Verletzte gegeben.
Bei dem Unfall hat es 17 Verletzte gegeben. | Foto: Reichelt

Karlsruhe-Oberreut

S-Bahn-Unfall mit 17 Verletzten: Lkw soll über rote Ampel gefahren sein

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Zu der schweren Kollision zwischen einem Lkw und einer Straßenbahn am Freitagmorgen in Karlsruhe-Oberreut hat die Polizei neue Erkenntnisse: Der Lkw-Fahrer soll über eine rote Ampel gefahren sein und so den Unfall verursacht haben.

Die Polizei spricht inzwischen von 17 Verletzten. Eine Frau hatte sich erst nachträglich als betroffen gemeldet. Die Polizei bittet daher alle Fahrgäste, die in der Linie 1 in Richtung Karlsruhe-Durlach unterwegs gewesen waren, sich mit dem Autobahnpolizeirevier Karlsruhe in Verbindung zu setzen.

Das Autobahnpolizeirevier Karlsruhe ist zu erreichen unter Telefon 0721/944840

Bei dem lebensgefährlich verletzten Mann soll es sich zudem laut Polizei nicht, wie zunächst angenommen, um einen Fußgänger gehandelt haben. Vielmehr sei der 47-jährige Fahrgast durch eine Öffnung im Einstiegsbereich der Tram, die durch den Zusammenstoß entstanden sein muss, auf die Gleise und unter die Bahn geraten. Er musste mithilfe eines Krans befreit werden und befindet sich mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

Eine 44-Jährige erlitt ebenfalls schwere Kopfverletzungen. Vier weitere Personen wurden mittelschwer verletzt, elf Menschen leicht.

Die Sperrung in der Pulverhausstraße ist inzwischen aufgehoben. Auch der Bahnstrecke der Linie 1 ist wieder freigegeben. Bei dem Unfall entstanden nach ersten Schätzungen 600.000 Euro Schaden.

Der Zusammenstoß weckt Erinnerungen an einen ähnlichen schlimmen Unfall an der Haltestelle Weinweg in Karlsruhe vor sieben Jahren. Damals wurde ein Auto nach der Kollision mit einem anderen Pkw in die Straßenbahnhaltestelle geschleudert. Zwei Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt. Wie vermutlich auch in Karlsruhe-Oberreut war die Fahrerin damals über eine rote Ampel gefahren.

BNN/ ts

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