Wer hier einen schlechten Scherz macht, muss mit Geld- oder Gefängnisstrafen rechnen. Und höchstwahrscheinlich muss er auch seine Reise verschieben. | Foto: dpa

Bitte nicht nachmachen

Schlechte Witze

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Es gibt gute Witze und schlechte Witze. Und Witze, die so schlecht sind, dass sie schon fast wieder gut sind. Beispiel: Warum freut sich eine Blondine, wenn sie ein Puzzle nach sechs Monaten fertig hat? Weil auf der Packung steht: Zwei bis vier Jahre. Natürlich ist dieser Witz nicht politisch korrekt, denn es ist gänzlich uncharmant, alle Blondinen über einen Kamm zu scheren. Was wir hier auch nicht tun. Es war ja nur ein gutes Beispiel für einen schlechten Scherz.

Wem kann ich welchen Witz erzählen?

Wichtiger als die Qualität eines Witzes ist oft die Frage: Wem erzähle ich diesen Witz? Der eine kann vielleicht drüber lachen, der andere fühlt sich gekränkt. Auch die Frage, wo man einen Witz erzählt, kann eine wichtige Rolle spielen. So sollte man beispielsweise auf keinen Fall einschlägige Witze machen, wenn man sich in einem Flugzeug oder in einem Flughafengebäude und hier womöglich direkt bei der Sicherheitskontrolle befindet.

Das Wort „Bombe“ sollte man vermeiden

Denn wer auf die Frage, was sich in seinem Gepäck befinde, scherzhaft die Antwort „Eine Bombe!“ gibt, darf sich auf horrende Geldstrafen oder gar Gefängnisaufenthalte einstellen. Wie jener Arzt, der einem Sicherheitsmann im Flughafen von Miami scherzhaft von seiner Bombe im Gepäck erzählte und daraufhin eine Strafe von 90 000 Dollar zahlen musste. Erst kürzlich wurde ein deutscher Rentner in Thailand zu drei Monaten Haft verurteilt, weil er im Flugzeug einen „Bomben-Witz“ gemacht hatte. Dieser war nicht einmal lustig, denn der 70-Jährige hatte offenbar lediglich „Bumm“ gerufen, als er vor dem Start in Bangkok sein Gepäck in der Ablage verstaute. Das Witz-Verbot gilt auch für Promis: Der amerikanische Football-Spieler Trevor Davis von den Green Bay Packers wurde unlängst am Los Angeles International Airport festgenommen. Er hatte seine Begleiterin bei der Sicherheitskontrolle gefragt, ob sie daran gedacht hätte, den Sprengstoff einzupacken.

Verletzte nach schlechtem Scherz

Vor wenigen Tagen gab es wegen eines schlechten Scherzes sogar Verletzte: Die Gäste einer indonesischen Passagiermaschine versuchten auf dem Flughafen in Pontianak, schnellstmöglich aus dem Flugzeug zu kommen, nachdem jemand behauptet hatte, im Gepäck eine Bombe versteckt zu haben. Einige fielen aus der Maschine und verletzten sich schwer. Dem „Witzbold“ droht nun bis zu einem Jahr Haft. Das ist nicht lustig. Und deshalb raten wir eindringlich: Bitte nicht nachmachen!